Auf Sand gebaut
Cooles Bühnenbild: Hinten hängen drei unterschiedlich große Bildschirme in Bullaugen-Form, durch die man zunächst in Wasserlandschaften mit Fischchen schaut. Später laufen dort auch Recherche-Videos ab. Vorne das Fragment von einem Schiff: bloß der Bug, mit Tisch und Stühlen drauf. Drüber fallen sanft Wasser- und Lichtspiegelungen und eine Menge Bühnennebel.
Angesichts der «radikalen Perfektionslosigkeit», mit der das Theaterkollektiv sich bewirbt, ist ganz schön wirkungsvoll, was die Ausstatterin Maike Storf und die Lichtdesignerin Anahí Pérez auf die Spielfläche des Theaters Rampe in Stuttgart gebracht haben – eine der vielen in diesem Projekt kooperierenden Spielstätten, in denen Markus&Markus ihr Stück «Titanic II» zeigen. Ein Mangel an Perfektion offenbart sich eher in der Totalverweigerung gegenüber jeglichem professionellen Schauspiel. Die Performer Markus Schäfer und Markus Schmans lesen ihren Text gar vom Skript ab, und das leider oft ziemlich schlecht.
Sei’s drum. Das Doku-Theaterkollektiv, zu dem auch Lara-Joy Bues und Katarina Eckold gehören, hat sich diesmal einer ökologischen Zeitbombe gewidmet: dem weltweiten Abbau von Sand. Er zerstört die Natur, verspricht aber ...
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Theater heute Januar 2024
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Verena Großkreutz
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Es geht um Politik, Frauen und Macht. «Die Ministerin» heißt der Text, den Dirk Kurbjuweit verfasst hat. Nach Romanen, Sach- und Drehbüchern und natürlich etlichen Artikeln hat der noch amtsfrische Chefredakteur des «Spiegel» sein erstes Theaterstück vorgelegt. Als «bitterböses Lehrstück» wird es vom Schleswig-Holsteini -schen Landestheater angekündigt. Hier, an...
Grunzende Gestalten in blau-grünen Vollplastik -anzügen wanken über die im Nebel wabernde Bühne, untermalt von mystischen Klangwelten (Tom Gatzka). Dieser Start der Menschheitsgeschichte im Zeitraffer erstaunt, denn angekündigt war eine Art Dokumentartheater in der Kammerbühne des Staatsschauspiel Cottbus. Doch der Einstieg wirkt eher wie ein Endzeitspiel. Einer...
