Auf diversen Baustellen
Das Theater, sagt Arthur Miller, kann nur Wahrheiten enthüllen, die schon bekannt waren, aber noch nicht als Wahrheiten erkannt worden sind. Welche Wahrheiten hat das Düsseldorfer Schauspielhaus enthüllt?
Wahrheit Nr. 1:
Das Theater ist eine Baustelle
Zunächst einmal war das Theater mit sich selbst beschäftigt. Nicht mit seiner Kunst, sondern mit seinem Gebäude. Als 2014 Wilfried Schulz, damals noch Schauspielintendant in Dresden, seinen Vertrag mit der Düsseldorfer Schauspielhaus GmbH abschloss, war von Sanierung des Hauses noch nicht die Rede.
Erst im Zuge der rheinischen Planungsmethode, «mal sehen, was das Nächste ist», stellte sich das ganze Ausmaß der Kalamitäten heraus. Weil der Platz vor dem Schauspielhaus und die angrenzenden Geschäftsgebäude in einer aufwendigen Neuanlage dieses Innenstadtareals umgestaltet werden soll, war das Schauspielhaus nicht bespielbar. Schulz erreichte, dass diese Zeit für eine technische Sanierung des Schauspielhauses genutzt wurde. Doch das war nur der Anfang.
Die Fassade des Hauses stellte sich als sanierungsbedürftig heraus, ebenso die öffentlichen Räume (Restaurant, Foyer, Kasse usw.). Finanzierungsbedarf insgesamt etwa 60 Millionen ...
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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Bilanz, Seite 52
von Gerhard Preußer
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Franz Wille Eigentlich wollten wir «Third Generation – Next Generation» schon direkt nach der Premiere im Maiheft abdrucken, aber dann gab es Probleme. Welche Probleme waren das?
Yael Ronen Gleich nach der Premiere war alles noch sehr frisch, und bevor wir den Text in eine größere Öffentlichkeit bringen, wollte ich sichergehen, dass wirklich alle Beteiligten mit...
Am Ende singen alle «Fuck all the perfect people», und man weiß nicht so recht, ob man da vielleicht selber gemeint ist oder doch nur das Theater, das sich bemüht, einen klassischen Text halbwegs vernünftig und verständig über die Rampe zu bringen. Einigermaßen perfekt halt und mit mitdenkenden Leuten, die in ihren Rollen noch Charaktere sehen, denen das Erzählen...
