Auf die Straße, so lange es geht
Die alte Wein-Fabrik an der Melikishvili Straße ist ein Musterbeispiel für die Gentrifizierung Tbilisis. Schicke Bars und Restaurants verteilen sich auf das historische Gebäude samt umliegendem Stadtgarten; ein edler Concept-Store für georgische Antiquitäten, Kunst und Mode bietet seine hochpreisige Ware beinahe klandestin im Inneren an. Ganz unten, im Kellergewölbe zur Straße hin, betreibt die freie Gruppe Haraki (dt.
Chaos, explosive Energie) seit vier Jahren ein Theater – von einem der Zuschauerräume aus blickt man sogar durch die vergitterte Decke auf die verstaubten Weinflaschen in der Etage darüber.
Während des Georgischen Showcases, der Ende September in Tbilisi stattfand, zeigt die junge Truppe um Autorin Mariam Megvinyte und Regisseur Sandro Kalandadze dort einen vierstündigen «Hamlet», der ausländische Besucher:innen direkt in die Gedankenwelt junger Georgier:innen hineinzieht. Die Gruppe, die sich 2019 bewusst außerhalb staatlicher Theaterstrukturen gegründet hat, zieht dabei viele Register des experimentellen zeitgenössischen Theaters, sei es durch die Nutzung von Raum und Video, Mariam Megvinytes ergänzende Texte oder das körperlich intensive Spiel des Ensembles. Der ...
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Theater heute Januar 2026
Rubrik: International, Seite 46
von Eva Behrendt
Wie weiter mit Elisabeth? Der mittellosen jungen Frau, die auf der Suche nach Beschäftigung und einem Wandergewerbeschein unter die Räder einer paragrafentreuen Bürokratie und deren männliche Vollstrecker gerät, bis sie sich das Leben nimmt. Wie macht man Ödön von Horváths «Glaube Liebe Hoffnung», den «Totentanz in fünf Bildern» von 1936, im Land einer der höchsten...
Ziemlich stürmisch verlief der Übergang von der vorigen auf die laufende Spielzeit auf den Bühnen in Kassel: Schauspiel-Chefin Patricia Nickel-Dönicke habe sich – so sah es jedenfalls der Rest der Theaterleitung – deutlich zu intensiv vorbereitet auf neue Direktions-Aufgaben am Landestheater St. Pölten. Weil sie sich angeblich deshalb nur noch wenig bis gar nicht...
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
31. Hübner und Nemitz, Frauensache
R. Martin Schulze
ANNABERG-BUCHHOLZ, ERZGEBIRGISCHES THEATER
17. McArthur nach Austen, Stolz und Vorurteil* (*oder so)
R. Barbara Schöne
25. Süß nach Geisler, Der Katalytofen
R. Reinhardt Friese
ALTENBURG/GERA, THEATER
9. Kressin, Rhythm Is a Dancer (U)
R. Manuel Kressin
BADEN-BADEN, THEATER
30. Pommerat,...
