Auf der Wiederholungsspur
Bitte anschnallen, gleich geht’s los! – Ein Krachen, Fauchen und Rumpeln wie in der Geisterbahn verheißt, dass es gleich ungemütlich werden soll, aufregend und bedrohlich. Begegnungen mit bösen Gespenstern aus Vergangenheit und Zukunft sind zu erwarten.
Mitten in den gediegenen Bronzerahmen des Jugendstilportals der Münchner Kammerspiele hat das Künstlerduo Mehmet & Kazim Akal eine Verkleinerung desselben aus silbrigen Wülsten gebaut, die auch ein vergröberter Laptopmonitor sein könnte.
Drumherum blubbern, brodeln, wabern computeranimierte Blasen und dunkler Qualm, passend zum wilden Sound von Enik. Doch dann gibt es zunächst noch einmal scheinbar Entwarnung: Der Screen öffnet sich und gibt den Blick frei in ein kuscheliges Idyll vor orangener Flokati-Tapete, sechs süße Katzen singen Miau und prosten sich aus Knetkrügen zu. Ein etwas dunklerer Kater mit schmaleren Augen rollt sich ein Wollknäuel zum Sitzen dazu – und wird prompt ausgegrenzt: «Was bist denn du für einer?» – «Was will denn der bei uns?»
Fassbinder revisited
Der Münchner Regisseur und jüngst zum Hausautor ans Nationaltheater Mannheim berufene Emre Akal hat sich Rainer Werner Fassbinders frühes Theaterstück und ersten ...
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Theater heute Juni 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 26
von Silvia Stammen
In der schwarzen Weite der Bühne sprechen Menschen in braungrauen 1960er-Jahre-Kostümen, die Haare hochtoupiert, aufgeregt in ihre Mikrofone. Ein neuer Planet wurde entdeckt, bedeckt von einem Plasma-Ozean, dem die Forscher:innen Intelligenz zusprechen: Solaris. Und die Menschheit sucht, einmal mehr, Hoffnung im All. Denn was versprach in den 1960er Jahren mehr...
BERLIN, HAU HEBBEL AM UFER
25. bis 28.6., machina eX. Jubiläumsausstellung: On and On and On and On
Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Game-Theater-Kollektivs machina eX können Requisiten, interaktive Objekte und wieder flott gemachte Mini-Games aus anderthalb Jahrzehnten Game-Theater erkundet werden. Dazu kommen Strukturbäume, verworfene Plot-Dokumente und...
Alles ganz schön eng hier. Die Stuhlreihen für die Zuschauer, der Denkhorizont im Dorf, das Hundegeschirr, die Fluchtwegschluchten. Umhegt wird die Enge von Maschendrahtzaun, mindestens mannshoch, die Gittertüren scheppern im Geviert. Ein Land wie ein Zwinger, raus oder rein geht’s niemals unkontrolliert.
Andererseits: Alles ganz schön clean hier. Die beiden...
