Auf der Suche nach dem Danach

Ulrike Syhas «Privatleben»

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SIE und ER begegnen sich ganz zufällig und werden einander dann nicht mehr so recht los. Was sich wie der Beginn einer Liebesgeschichte liest, entwickelt sich schnell zu einem Kaleidoskop größtenteils komplizierter Lebens- und Liebes­beziehungen, unerfüllter Bedürfnisse, falscher Hoffnungen, freiwillig gewählten Selbstbetrugs und hilfloser Lügen. Wer die Stücke der Autorin Ulrike Syha kennt, weiß, dass sie sich unumwunden zur Gegenwart und ihren speziellen Widrigkeiten bekennt und somit keine Beschreibung romantischer Zweisamkeit zu erwarten ist.

 
 

So ist auch der erste Schauplatz ihres neuen Stücks, das als Auftragswerk für das Schauspiel Chemnitz entstand und zu Beginn der neuen Spielzeit uraufgeführt wird, ein alles andere als exklusiver: ein überfüllter Zug. ER erkämpft sich im Gewühl seinen reservierten Fensterplatz; SIE telefoniert zu laut mit ihrem Liebhaber. Vor dem Zugfenster vergessene Landstriche und Industrieruinen. Am gemeinsamen Ausstiegsbahnhof trennen sich zunächst ihre Wege, um sich am gleichen Abend im einzigen noch geöffneten Restaurant am Platz wieder zu kreuzen. Sein Hotelzimmer ist die letzte gemeinsame Station des Tages … 
 

Was beide voneinander noch nicht ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 179
von Esther Holland-Merten

Vergriffen
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