Attraktives Kombi-Angebot gefällig?
Man kann’s ja mal versuchen. Als seine Kollegin Barbara (Nicole Averkamp) aus der Küchenabteilung erschöpft auf seinem Ausstellungsstück Platz nimmt, da preist der Bettenverkäufer Tibor (Jan Schreiber) ihr die Vorzüge der Matratze an. «Man muss ja nicht das ganze Bett nehmen.» Um sich gleich darauf zu entschuldigen: «Ich möchte nicht, dass du das falsch verstehst.» Barbara hat durchaus richtig verstanden. Schließlich hat sie selbst den Keller voll mit den Rührgeräten, die für den einzigen verbleibenden Umsatz in ihrer Abteilung sorgen.
Verkäufer, die sich mangels Kunden nur noch gegenseitig etwas anpreisen können, zeigt Philipp Löhles Drei-Personen-Dramolett «Kauf-Land»: drei Rädchen im Kapitalgetriebe, die das Verröcheln ihres Systems beharrlich ignorieren. Und zwar mittels dessen, was sie qua Amtes am besten drauf haben: wetterwendisches, erfolgsorientiertes Schönreden. Doch am Ende muss Tibor per Durchsage erfahren, dass er als letzter in dem maroden Haus die Stellung hält. Auch an ihn ergeht nun der floskelhafte Versetzungstext: «Wir haben immer zu dir gehalten und wir wollen, dass du jetzt zu uns hältst», mit dem er in die Lampenabteilung geschickt wird.
Die flackert in Katrin ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Das bessere Bayreuth liegt zwischen Bottrop und Gladbeck. In der Halle Zweckel, die nicht so aufgeputzt wurde wie das Festival-Mutterschiff der Jahrhunderthalle Bochum, entzaubert Johan Simons Tankred Dorsts Grals-Drama. Dieser «Merlin» putzt die Politur des Perfekten weg, agitiert gegen das Kunstschöne und -ferne. Die Nebel von Avalon lichten sich: Kein Palast der...
Seit ein paar Jahren tauchen sie in den Inszenierungen von Rimini Protokoll auf: Menschen wie du und ich, ohne Schauspielausbildung und Mimenehrgeiz, mit einem mehr oder weniger interessanten Beruf und einer mehr oder weniger durchschnittlichen Vergangenheit, mit Hobbies, Krankheiten, Ehrenämtern. Theaterkritiker, die diese Menschen als Laien bezeichneten, wurden...
Franz WilleTim Staffel, spielen Sie selbst auch Computerspiele?
Tim StaffelNein, mein Problem ist einfach, dass ich dazu motorisch gar nicht in der Lage bin. Ich kann weder eine Tastatur noch eine Konsole so bedienen, dass ich damit irgendeinen Punkt machen könnte. Man muss sehr schnell sein und mit vielen Fingern arbeiten, das liegt nicht in meinen Genen, und ich...
