«Architektin ihrer Emotionen»
TH Andres Veiel, Sie haben Susanne Lothar in Ihrem ersten Spielfilm «Wer wenn nicht wir» als Ilse Ensslin, die Mutter von Gudrun Ensslin, besetzt. War das Ihre erste Begegnung? Wie und warum kam es zu dieser Besetzung?
Andres Veiel Vorgeschlagen hatte sie meine Casterin Simone Bär. Suse Lothar selbst war erst mal zögerlich. Sie sagte, sie schätzt meine Arbeit – sie kannte «Black Box BRD» und zwei, drei andere Filme –, aber die Rolle sei ihr zu klein, wir müssten uns treffen.
Beim ersten Treffen hat sie gefordert – und ich mochte das –, stärker vorzukommen. Ich hab gemerkt, dass es ihr nicht nur um Quantität ging …
TH … Entschuldigung, das klingt aber ziemlich divenhaft!
Veiel Ihre Haltung war: «Ich habe jetzt gerade bei Haneke ‹Das weiße Band› gemacht, und ohnehin ist der Film hauptsächlich durch meine Intervention entstanden. Er hatte ihn schon aufgegeben, und ich habe ihn darin unterstützt und dazu ermuntert, ihn doch zu verwirklichen.» – Sie sah sich immer auch in der Rolle einer konspirativen Inspirationsquelle, um die Dinge zum Besseren zu kehren. Das war für mich eine Herausforderung, aber ich mochte die Intensität, mit der sie ranging. In ihrem Spiel stand sie von Anfang an ...
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Theater heute Oktober 2012
Rubrik: Akteure, Seite 36
von Barbara Burckhardt
Wenn die Saison beginnt, darf Dr. Heinrich Faust nicht fehlen. Zum Beispiel in Frankfurt, wo Intendant Oliver Reese gerade ein Sparpaket akzeptiert und seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert hat. Sein Jahresgehalt steigt dabei von 200.000 auf wundersame 240.000 Euro. Mehr über die Erfindung der Geldwirtschaft im ersten Akt von «Faust II»
Alvis Hermanis macht kein...
Aachen, Grenzlandtheater
28. Ibsen-Bille, Ohne Gesicht
R. Jens Pesel
Aalen, Theater der Stadt
6. Süskind, Der Kontrabass
R. Jürgen Bosse
Altenburg/Gera, TPT
12. Horváth, Kasimir und Karoline
R. Bernhard Stengele (in Gera)
18. Reza, Kunst
R. Anne Keßler (in Altenburg)
27. Tabori, Mein Kampf
R. Deborah Epstein (in Gera)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
14. Schiller, Die...
Franz Wille Es kommt nicht so oft vor, dass sich gleich drei erfahrene Festivalmacher ein neues Format ausdenken wie jetzt «Foreign Affairs» bei den Berliner Festspielen. Es ist eine der ambitioniertesten Festivalgründungen derzeit, in diesem Jahr kuratiert von Frie Leysen, ab dem nächsten übernimmt dann Matthias von Hartz. Deshalb wollen wir ein bisschen...
