Ännie - Eine Romantik
Personen:
Fred
Romy
Frau Fassbender
Herr Fassbender
Kathi
Pierre
Dealer
Rundmeister
Hauke
Heike
Wahrscheinlich Ännies Stimme
Stimmen
0
Wahrscheinlich Ännies Stimme Hoch. Runter. Hoch. Runter. Auf den Boden. Rührt euch nicht. Aufstehn. Setzen. Nix mehr. Runter. Hört ihr die Wellen? Eure Lügen kommen zurück. Hoch, runter, hoch, runter. Keinen Mucks. Kriecht im Dreck.
Den Äther, ihr habt ihn vergiftet. Die Fakten, ihr habt sie gefälscht. Jetzt hört den Klang meiner schweren schwarzen Stiefel. Hört den Klang meiner schweren schwarzen Stiefel. Meine schweren schwarzen Stiefel: Hört den Klang.
1
Blecherne Musik aus der Jukebox: leiser Schlagertechno. Eine Kneipe außerhalb jeder Zeit, vierundzwanzig Stunden geöffnet. Doch, es gibt sie, die Zeit, die Zeitmarkierungen, Bundesliga am Nachmittag, morgens um fünf Stühlehochstellen wegen täglichen Schnellputzens, einmal im Jahr Buffet mit ganzem, glänzendem Schwein, kurz vor Weihnachten. Das ganze, glänzende Schwein hat dann tatsächlich einen ganzen, glänzenden Apfel im Mund, man glaubt es kaum.
Es ist still.
Fred Jetzt hört doch mal auf.
Hauke Womit.
Fred Mit dem Gerede.
Heike Wir haben doch gar nichts gesagt.
Fred Hört einfach auf.
...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Januar 2017
Rubrik: Stück, Seite 99
von Thomas Melle
So viel wurde in München schon lange nicht mehr über Theater gestritten – zumindest in dieser Hinsicht dürfte sich Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal am Ziel seiner Wünsche fühlen. Sonst liegen die Standpunkte derzeit weit auseinander – schon in der Frage, worum es in der Debatte überhaupt geht.
Zur Erinnerung eine kurze Chronologie der aufgetretenen...
Sie sind gekommen, um «Tschüss» zu sagen. Nach fünf Jahren an der Volksbühne, nach fünf Jahren Festspielen mit der vielköpfigen Fritsch-Familie, die ein großer bunter Wanderzirkus ist: feinste Lachmuskelartisten, die Herbert Fritsch über die Zeit an zig Stadttheatern aufgetan hat. Jetzt treten sie noch einmal zur Rampe vor, einzeln, hundert letzte Minuten...
Die gute Nachricht zuerst: Es ist noch nicht zu spät. Verloren gegangen ist bisher erst wenig, und die Initiative zu einem «Archiv des Freien Theaters», die auf der Konzeptionskonferenz letzten Oktober im Münchner Literaturhaus präsentiert wurde, kommt damit zur richtigen Zeit, in der viele, die in den 1960er und 1970er Jahren begonnen haben, außerhalb der...
