Absolutes Vertrauen
Schlimme Nachrichten kommen, wenn sie kommen, vollkommen unabhängig davon, ob der Empfänger für sie bereit ist – zum Beispiel direkt nach einem unendlich langen Flug in Fuhlsbüttel, mitten in der Menschenmenge, als ich meine Maschinchen wieder an den Strom der Welt anschloss und mich danach traurig in eine Ecke verkroch. Zwar wussten wir alle seit langem um die Schwere der Erkrankung von Barbara Kisseler, aber wir haben bis zuletzt gegen alle medizinische Vernunft geglaubt, dass sie wiederkommen könnte.
Es war – und das erzählt einiges über Barbara Kisseler – nicht die ebenso übliche wie verständliche Weigerung der Zurückbleibenden, den Tod zu akzeptieren. Und es war auch nicht der Narzissmus der Kulturschaffenden, die Angst haben, ihre Dienstherrin zu verlieren. Nein, Barbara Kisseler war als Politikerin wie auch als Mensch eine Lichtgestalt, die Realitäten immer wieder mit viel Optimismus umspielte.
So schaffte sie im Sinne der Kultur viel mehr, als die budgetäre Faktenlage hergab. Vielleicht wäre es ja doch denkbar, dass sie mit ihrer Energie auch den medizinischen Realitäten ein Schnippchen schlägt. Sie hat fest daran geglaubt und viele mit ihr. Und tatsächlich: Noch vor ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Na gut: «Wir sind ja nur Halbbrüder», derselbe Vater, verschiedene Mütter; und da Manuel und Günther Harder biografisch auch noch sechs Jahre auseinander liegen, haben sie einerseits ein bisschen Glück gehabt, weil sie nie in der gleichen Theateraltersklasse konkurrieren mussten; aber womöglich auch ein bisschen Pech – denn immer mal wieder war und ist von...
Von Wuppertal kann man lernen, was man in der Kulturpolitik alles falsch machen kann. Und der Stadt ist tatsächlich etwas Neues eingefallen. Mithilfe eines Gutachtens der Unternehmensberatung Actori hat man die erst seit 2014 amtierende Schauspielintendantin zur vorzeitigen Vertragsauflösung genötigt. Was als Neuanfang zu reduzierten Bedingungen geplant war, wird...
Ein Mann trifft eine Frau. Trifft? Naja. Fischt sie aus dem Meer nach ihrem Suizidversuch oder «Burn-out im Wasser», wie sie es nennt. Er ist Deutscher, sie Türkin, beide urlauben im Mai am Kalami Beach auf Korfu. Und sie verlieben sich, natürlich, vor roten Felsen und wogenden Wellen. Doch dann ist sie, die sich unfruchtbar wähnte, plötzlich schwanger. Erzählt...
