Abschiede, Anfänge
Die britische Theaterlandschaft ist in Bewegung: In London dankt National-Theatre-Intendant Nicholas Hytner ab und übergibt das hohe Amt an Rufus Norris. In Manchester wird für 25 Millionen Pfund «Home», ein neues Haus für Theater, Film und Bildende Kunst eröffnet. Für diese großen Abschiede und Anfänge schreibt das britische Urgestein Tom Stoppard sein erstes Stück seit neun Jahren und bearbeiten Simon Stephens und Carol Ann Duffy europäisches Kulturgut. Derweil befragt Anders Lustgarten am Soho Theatre europäische Abgründe.
Nach über einem Jahrzehnt als Leiter des National Theatre hat Sir Nicholas Hytner sich zu seinem Abschied vom Top-Job ein Stück von Altmeister Sir Tom Stoppard schreiben lassen, «The Hard Problem». Hohe Erwartungen allerseits ans große Finale, wenn der Regisseur, der am National fantastische Erfolge gefeiert hat, und der 77-jährige Autor, der vielen Briten als ihr «greatest living playwright» gilt, noch einmal richtig loslegen. Die Vorstellungen waren Monate vor der Premiere ausverkauft.
Über der Bühne des grundrenovierten und aus Sponsorengründen von Cottesloe in Dorfman Theatre umbenannten Studios hängt ein großes Gewinde aus Leitungen und Lichtern. Es ...
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Theater heute August/September 2015
Rubrik: Ausland, Seite 46
von Patricia Benecke
Aachen, Grenzlandtheater
14.8. Strindberg, Fräulein Julie
R. Catharina Fillers
22.9. Engler, Noch einmal, aber besser
R. Philip Stemann
Aachen, Theater
17.9. de Velasco, Tigermilch
R. Hanna Müller
18.9. Müller, Der Auftrag.
Erinnerungen an eine Revolution
R. Paul-Georg Dittrich
22.9. Goethe, Faust 1+2#konzentriert
R. Christina Rast
Altenburg/Gera, TPT
19.9. Lorca, Bluthochzeit
...
Zum Schluss wird noch einmal gezaubert, verstörend, verspielt und getrieben von einer unbeirrbaren Sehnsucht nach der Magie von Begegnung. Aus anfänglicher Vereinzelung finden sich Paare und Grüppchen, die sich neugierig beschnuppern und zu wackligen Pyramiden türmen, die stets vorzeitig zusammenbrechen. Sechs Performer und drei Musiker probieren aus, wie viel...
Verdammt lange her, aber so wurde Thomas Ostermeiers Intendanz an der Berliner Schaubühne mal eröffnet, damals, vor 15 Jahren, als vollmundige Manifeste von Antikapitalismus sprachen, von Aufklärung und Repolitisierung. Als Ostermeier das Charlottenburger Bürgertum verschrecken wollte mit dem Blick ganz nach unten, in den «Personenkreis 3.1» von Lars Norén. Da...
