Netze und Töpfe

Die Dramaturgische Gesellschaft hat in Erlangen getagt und Europa gesucht

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Besonders gut gefallen hat den 140 Teilnehmern der Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft in Erlangen das Bild von dem Haus, das ab und zu einmal gelüftet werden muss. Der Kulturmanager Roger Christmann aus Brüssel hatte es vor ihren geistigen Augen aufgebaut, als er darüber sprach, dass für Theaterleute nichts schlimmer sei, als sich in den eigenen vier Wänden zu verbunkern. Ein Haus aber, das nicht gelüftet wird, bei dem nicht immer wieder weit die Fenster und Türen aufgerissen werden, beginnt zu muffeln.

Ein Theater, das sich nur mit sich selber beschäftigt und den Blick nach draußen scheut, verpasst den Anschluss an die kulturelle Entwicklung in Europa, folgerte Christmann. Und die Dramaturgen, Theaterwissenschaftler, Autoren, Regisseure, Festivalmacher und Verlagsvertreter nickten; und es schien, als röchen sie alle verlegen ein wenig an ihrer Kleidung, ob sich da nicht schon der Mief der letzten Jahre festgesetzt hat, in denen sie allzu sehr nur mit sich selber beschäftigt waren.
 

Mehr Reisen! 

Also hieß es: Aufbruch! Wie sonst hätte tatsächlich eine der zentralen Forderungen des dreitägigen Treffens lauten können: Mehr Reisemöglichkeiten für Dramaturgen! Und zwar ...

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Theater heute März 2009
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Bernd Noack

Vergriffen
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