Aus der Tiefe des dramatischen Raums
Ich wollte unbedingt etwas mit dem Theater zu tun haben», sagt sie, und dass sie sich immer mal wieder frage, ob sie statt Theaterstücken nicht doch Romane schreiben soll. Mit dem Theater hat sie seit ihrem vierzehnten Lebensjahr zu tun, als sie in einem Züricher Jugendclub spielte und irgendwann zusammen mit Freunden auch kleine Theatertexte entwickelte. Jetzt, da sie mit ihrem ersten Stück sofort einen Treffer landen konnte, wird das mit dem Roman vorerst allerdings wohl nichts.
«Nachtblind» heißt ihr Erstling und kreist um Leyla, die einem Typen zugetan ist, der zur Gewalttätigkeit neigt. Da ist aber auch dieser andere Junge, mit dem sie wohl das bessere Los ziehen würde und der keine schlechten Chancen hat. Uraufgeführt wurde das Stück am Zürcher Theater an der Winkelwiese, die deutsche Erstaufführung zeigte das Schauspiel Hannover.
Was will man mehr, hätte Darja Stocker (22) sich da sagen und in aller Ruhe das nächste Stück angehen können. Das machte sie auch, wollte dann aber doch mehr und schrieb sich im Studiengang für Szenisches Schreiben an der Berliner Hochschule der Künste ein – obwohl sie im Fall von «Nachtblind» bereits den Schweizer «Dramenprozessor» durchlaufen und ...
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Auf der Bühne herrscht beträchtlicher Verkehr. Mit Graffiti übersäte Kübelwagen rumpeln ihre Runden, spacke Superhelden in prallengen Kostümen schwirren durchs Terrain, viel Volk und Sänger purzeln die Treppen des Bühnenbildes rauf und runter. Unten am Bühnenrand parken trojanische Pferde, und die Nerven des Publikums werden von Maschinenpistolengarben zerrüttet,...
Zu Peer Gynt, hier entlang. Also gut. Machen wir es wie der Titelheld. Nehmen wir den Umweg. Peers Selbstfindungstrip führt von Solveig über Marokko und die halbe Welt zurück zu Solveig. Uns Zuschauer leitet ein Schilderparcours hinter die Große Bühne, hinein in den Basler Theaterbauch, mitten in Peer Gynts Industrieheimat. Dort, im Blaumannland, wo ein Gasrohr...
