yuri fateyev

Der Leiter des Sankt Petersburger Mariinsky-Balletts vollbringt einen Spagat zwischen Klassik und Moderne. Denn das Publikum liebt die Tradition, aber die Tänzer lechzen nach Innovation – und manche auch nach besseren Arbeitsbedingungen

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Yuri Fateyev, wissen Sie eigentlich, wie oft Sie mit Ihrer Kompanie im vergangenen Jahr im Flugzeug saßen?
2012 waren wir sehr viel unterwegs, obwohl wir bei Weitem nicht alle Angebote annehmen. Aber jeder will das Mariinsky sehen, also waren wir sogar während des Urlaubs auf Tour. Die Truppe kam auch früher viel herum, doch eher auf längeren, manchmal mehrmonatigen Tourneen. Heute touren wir kürzer, aber dafür häufiger.

Woran liegt das?
Wir können mittlerweile hochkarätige Vorstellungen gleichzeitig zuhause und auf Tournee präsentieren.

Das ist natürlich kompliziert zu organisieren, weil man die großen Namen sowohl unterwegs wie in St. Petersburg zeigen möchte. Stars wie Diana Vishneva fliegen also nach dem Gastspiel sofort wieder nach Hause, um dort aufzutreten.

Wie halten die Tänzer das gesundheitlich aus?
Das ist zweifellos schwierig, aber ich höre täglich, dass die Tänzer am liebsten noch mehr auftreten würden. Und zwar nicht nur die Solisten, sondern auch die entwicklungshungrigen Gruppentänzer. Denn auf jeder Tournee wird an neuen Rollen weiter gearbeitet, die müssen langfristig vorbereitet werden.

Die Ballettomanen weltweit verehren das Mariinsky vor allem für seine ...

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Tanz März 2013
Rubrik: menschen, Seite 29
von Angela Reinhardt

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