"Subtitles"

in Stuttgart

Tanz - Logo

In der knappen Stunde entwickelt sich eine Beziehung, die ihre sprachliche Begrenztheit überwindet. Christina Ciupke, Choreografin aus Berlin, hat sich noch nie mit einer schieren Selbstverständlichkeit zufrieden gegeben, und der Blick auf den eigenen Körper stellte mehr als die persönliche Wahrnehmung infrage. Auch bei Subtitles, einem choreografischen Dialog mit dem einstigen Forsythe-Interpreten Nik Haffner.

Als eine der wenigen Uraufführungen bei der Tanzplattform in Stuttgart vorgestellt, scheint sich dabei zunächst ein Solo einfach zu doppeln: Immer wieder knien sie sich in die selbe Startposition, gefallen sich in der Gleichheit des Gefühls. Doch die Differenz ist nicht aufzuhalten. Je länger das sensorische Spiel der beiden dauert, je mehr sie sprachlich zu verständigen versuchen, desto deutlicher distanzieren sie sich voneinander, selbst wenn sie sich körperlich nahe kommen. «Kannst du mich anpusten», heißt es etwa – und von Nik Haffner im Innersten berührt, lässt sich Christina Ciupke beinah ins Bodenlose fallen. Ihr Akt der Hingabe hat gleichzeitig etwas Herausforderndes. Das wortlose Einverständnis des Anfangs weicht mehr und mehr einer Kommunikation, die sich nicht ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2006
Rubrik: on stage, Seite 38
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Tuning the body

You may know that in the last few years there has been an explosion of interest in the study of mind. In particular, there has been a blossoming of studies of consciousness, of the subjective aspects of our mental lives, of experience. Much of this work has been interdisciplinary. How could it not be? Philosophers, psychologists, neuroscientists, not to mention...

Aus Bangkok

In Bangkok fahren keine Rikschas mehr. Der alltägliche Stau findet in klimatisierten Limousinen statt. Die letzten Orte wahrhaft tropischer Erfahrung in Thailands Metropole sind in den 64. Stock verbannt, ins wohl höchste Open-Air-Restaurant der Welt. In der lauen Nacht überschaut man bei Kerzenschein, französischem Rotwein und australischem Edelsteak eine Stadt,...

Foofwa d'Imobilité

The audience i trust. I believe strongly in the spectator’s freedom. I don’t mind, i am not afraid of hir taste or blind enthusiasm (if that could ever be criticized) because i sincerely believe s/he should be as free as possible in hir interpretation. But what will they see?
Neo-minimalism and neo-conceptualism is in fashion right now. Does it mean anything...