Studie: Ballett und Psyche

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Balletteleven mögen zwar Spagat und Entrechat beherrschen, aber ihre Psyche ist längst nicht so beweglich wie der Körper. Denn je länger junge Tänzerinnen und Tänzer an der Stange üben und ihre motorischen Fähigkeiten perfektionieren, umso rigider wird ihre Psyche. Wer Musik studiert, lebt jedenfalls viel lockerer. 

So lautet das Ergebnis einer Studie portugiesischer Psychologen, unlängst publiziert im Journal «Psychology of Music», das von der Society for Education, Music and Psychology Research herausgegeben wird.

Die Forscher interviewten 113 Ballett- und Musikschüler beiderlei Geschlechts zwischen 9 und 16 Jahren, die mit ähnlichen Curricula ausgebildet werden. Zwei Drittel der Befragten waren Mädchen. Als Vergleichsgruppe wurden Jugendliche herangezogen, die keine der beiden Künste erlernen. Der Fragebogen der Erhebung zielte auf die Eigentoleranz im Hinblick auf Ängste, Traurigkeit und andere unerwünschte Gefühle und Reaktionen. 

Eine Ballettausbildung verlangt Disziplin, beruht auf Perfektionismus, schürt Ängste vor Versagen und Exklusion. Doch äußern können oder dürfen die Eleven solche Gefühle nicht. Infolgedessen schwächen sie das Selbstbewusstsein und führen verstärkt ...

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Tanz März 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Thomas Hahn

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