Rabih Mroué
Mroués nächste Premiere heißt «Photo-Romance (Version No. 2)» mit Lina Majdalanie in Frankfurt/Main, Künstlerhaus Mousonturm, 6., 7. Juni. An beiden Abenden ist dort auch seine Inszenierung «Rima Kamel» zu sehen.
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Wie Zähne stehen die Hochhäuser aufrecht auf dem Kiefer, einem Felsen, der sich Beirut nennt. Die höchsten Gebäude überragen wie Eckzähne eine Marina für teuerste Edelyachten. Die flachen Bungalows, stramm aufgereiht wie Mahlzähne, befinden sich weit oben im steilen, von Paraglidern überflogenen Hinterland des Libanon: als Zweit- oder Drittwohnsitz. Fünfzehn Jahre Bürgerkrieg (1975 – 1990) verlangen nach einem Fluchtort, mindestens nach einem Plan B.
Geld ist genug da, «viel zu viel Geld», wie einer der zahllosen Taxifahrer meint, die den öffentlichen Nahverkehr ganz alleine stemmen müssen. Der Weg durch die gleißende Stadt, so groß wie Berlin, führt in eine Gegend namens Quarantina. Ein leerer Parkplatz nur. Aber darunter verbirgt sich der berühmteste Tanzclub des Nahen Ostens: B018, eine 1998 vom Architekten Bernard Khoury erbaute Diskothek als Grabstätte, errichtet auf den Resten eines Palästinensercamps. Man steigt eine steile Treppe hinab, späht durch Schießscharten. Dahinter wird getanzt neben Särgen aus poliertem Marmor, bedeckt von roten Samttüchern, auf denen Porträts von Märtyrern prangen, trotzig versehen mit einer schwarzen Schleife, noch immer. Musik und Menschen toben ...
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Für Ballettdirektor Ralf Dörnen ist es der «falsche Weg». Aber nach einem Beschluss vom 9. Mai haben «Kulturministerin Birgit Hesse und die Träger der Theatergesellschaften», heißt es in einer Presseverlautbarung, allen Warnungen zum Trotz «den weiteren Fahrplan vereinbart. Dieser sieht die Verschmelzung des Theaters Vorpommern und der Theater und...
Nackte Körper und moderne Performance – diese Kombination scheint auf vielen Bühnen fast so etwas wie ein Muss zu sein. Warum, habe ich lange nicht verstanden. Bis ich – eine von 15 gecasteten Amateurinnen – bei einem Tanzprojekt auf der Bühne des Staatstheaters Darmstadt stand. In Nadia Beugrés Choreografie «Legacy» tanzen alle Frauen mit nacktem Oberkörper. «Muss...
Hintergrund eine Art Panoramafenster mit Landschaftsblick, rundherum Kartonagen und mittendrin drei Herrschaften in spacigen Outfits. Geschäftig eilen sie umher und befestigen noch rasch irgendwelche Mikros oder Sensoren an ihren Teflontextilien. Mit den drei Cyborgs Lisa Densem, Sunniva Vikør Egenes und Benjamin Pohlig startet der Berliner Choreograf Martin...
