Köln, Düsseldorf
Tanzvermittlung und Cliffdancers
Vermittlungsprogramme liegen bundesweit im Trend, und dass die professionelle Heranführung des Publikums am besten mit maßgeschneiderter Ausbildung gelingt, ist mittlerweile unumstritten. Anders als die Frage: «Wie viel Kunst braucht die Tanzvermittlung?», wird doch noch immer gern versucht, die beiden Felder gegeneinander auszuspielen.
Das nrw landesbüro tanz und die Akademie der Kulturellen Bildung knöpfen sich die Frage auf einer Veranstaltung vor, die der (frisch promovierte) Choreograf Fabian Chyle und Mijke Harmsen vom tanzhaus nrw bestreiten. Am 12. Juni werden sie in Köln (MediaPark 7, Raum 222) erörtern, wie «zeitgenössische Diskurse aus Tanz & Performance ihren Weg in die Praxis der Vermittlung» finden und – hübsch provokativ formuliert – «wie viel künstlerische Praxis tanzvermittelnden Projekten zumutbar» ist. Interessierte können sich unter nrw@landesbuerotanz.de anmelden.
Mijke Harmsen hat außerdem den Hut auf bei einem Projekt, das am tanzhaus nrw in Düsseldorf den Praxisbezug trainiert: «Cliffdancers» unternimmt den Versuch, dramaturgische Kniffe aus der TV-Welt auf die Choreografie zu übertragen. Die Zielgruppe «junges Publikum» ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Keiner gleicht dem anderen. Jeder Tänzer in Trier ist unverwechselbar. Vielleicht ist das mit ein Grund, weswegen jedes Mitglied der Susanne Linke Company seinen Platz so vehement behauptet. «Imagine a .... Right in the Middle» nennen Julio Cesar Iglesias Ungo und Alexis Fernandez Ferrera ihre Arbeit, und tatsächlich beansprucht jeder Einzelne darin für sich das...
Am Ende stehen sie uns frontal gegenüber, resigniert und verloren vorne an der Rampe. Einer hebt unsicher die Hand, eine andere streckt sie uns suchend entgegen, wohl wissend, dass sie keine Antwort bekommen werden. Ohne jedes Pathos, in Bildern an der Grenze zum Abstrakten, stellt James Sutherland in seiner ersten großen Uraufführung fürs Pfalztheater die Frage...
Der junge Henry Tudor ist ein Bild von einem Mann – groß, sportlich, dazu noch gebildet und künstlerisch ambitioniert. Er ist noch keine 18 Jahre alt, als er zum englischen König gekrönt und damit zu Heinrich VIII. wird. Wie Macht und Machtmissbrauch aus dem jungen, strahlenden Hoffnungsträger einen 160 Kilo schweren, mörderischen Tyrannen machen, zeigt Jörg Mannes...
