Performance Studies in Hamburg
Der Goldfisch im Glas. Die Geste als Sprache. Das Wort als Klang. Der Körper im Raum – ausgestellt in Pose, Bewegung, Tanz. Seine Enthüllung, Maskierung, Deformation oder Vervielfältigung im Film. So zitieren sie ironisch aus dem Performance-Einmaleins, die ersten Abgänger von Gabriele Kleins MA-Studiengang Performance Studies an der Universität Hamburg bei der Präsentation ihrer Abschlussarbeiten in der Kampnagelfabrik. Doch bleibt’s nicht beim lediglich braven Nachbuchstabieren.
Angeleitet von den Gastdozenten Kattrin Deufert, Thomas Plischke, Jochen Roller, Thomas Lehmen und Sally de Kunst versuchten die sechs Absolventen – wenn auch wenig radikal und subversiv – ihre Sicht der Dinge performativ zu formulieren: wie Stephanie Auth im algorithmischen Gedicht «MEing ME and myself».
Jula Lüthje variierte in «perHearance» Klaus Rinkes physisches Vermessen von «Wand Boden Raum» (1970). Durch spitzfindigen Witz bestach Monica Antezana in ihrer Lecture Demonstration «We Don't Know Where We Come From, But Come We Did!». Marthe Leinweber gelang sympathisch direkt, uneitel und unprätentiös ein hintergründig humorvolles Spiel mit stummem und verbalem Ausdruck: «Sprichst Du oder Geste?». ...
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In all Deinen Stücken spielen Eigennamen eine große Rolle. Jérôme Bel hat 1995 den Diskurs über den Körper «Jérôme Bel» eingeleitet. In «Le dernier spectacle» (1998) wurden mehrere Eigennamen wie André Agassi oder Susanne Linke verwendet, die alle, neben einem bestimmten Kostüm, das sie kennzeichnete, mit einer eigenen Bewegung verbunden wurden. In all diesen...
