Gianna Reisen; Foto: Ian Whalen
Newcomer, Personalien, Snippets Dezember 2017
Newcomer Gianna Reisen
Gianna Reisen hat im Rahmen einer Gala des New York City Ballet (NYCB) mit «Composer’s Holiday» ein fulminantes Debüt als Choreografin hingelegt. Vieles deutet auf eine Ausnahmebegabung: die Aura von Spontaneität, sichere dynamische Wechsel, der geistreiche Einsatz von Gesten, skurrile Auf- und Abgänge sowie kunstvolle Tableaus.
Reisens spielerischer Zugriff sorgt für mannigfache Überraschungsmomente, tollkühnes Timing beim Rückwärts-Fallen oder einen ausgelassenen Sprung über einen Mann hinweg, der sich gerade zu einem Salto entschlossen hat.
Schon als Studentin der School of American Ballet (SAB) kam Reisen in den Genuss, auf Anregung von NYCB-Leiter Peter Martins kleinere Stücke zu kreieren. 2017 schloss sie ihre Ausbildung ab und heuerte als Elevin beim Dresdner Semperoper Ballett an, ohne auf das Choreografieren verzichten zu müssen.
Mit 18 Jahren ist die aus New Jersey stammende Gianna Reisen die bislang jüngste Choreografin, die je für das NYCB gearbeitet hat. Bereits mit 14 hatte sie einen Ordner mit Musikstücken für künftige Choreografien zusammengestellt. Nach sieben Ausbildungsjahren an der SAB war Reisen nach eigener Aussage «süchtig nach ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2017
Rubrik: Menschen, Seite 28
von
92 Jahre alt ist Fe Reichelt, aber sie wirkt -energiegeladen und wach ohne jede Einschränkung. Für das Gespräch hat die Tänzerin und Tanztherapeutin in ihre Wohnung nahe dem Berliner Nollendorfplatz eingeladen. Vorne liegt die belebte Straße mit ihren Imbissbuden und Cafés, Dönerduft zieht bis hinauf in den 4. Stock. Nach hinten blickt man in Baumkronen. Fotos im...
Es ist wieder so weit. Wir sind im Monat der schönen Wünsche. Weihnachten. Neues Jahr. Gute Vorsätze. Davor gibt’s natürlich den «Nussknacker», danach natürlich ein Katerfrühstück. Aber was wünschen wir uns in diesen Zeiten? «Weltfrieden» klingt schrecklich, obwohl es berechtigterweise der Klassiker ist unter allen guten Wünschen. Plastiklose Weltmeere ist auch so...
Was für ein Anfang! Noch einmal klopft sich Alice Baccile auf den Knöchel. Doch das Handgelenk will nicht beweglicher werden. Nicht so beweglich wie ihr Körper, der immer wieder abrollt, eine Endlos-Schleife der Choreografie, die auf andere Weise die ganze Vergeblichkeit offenbart. Kein Ton ist zu hören, endlose Minuten lang. Allenfalls das Aufstöhnen Aases, das...
