newcomer
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paula rosolen
«Jetzt bin ich frei», sagt Paula Rosolen beim Gespräch im Café nah dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm. Dort probte sie drei Wochen lang ihr neues Stück, «Piano Men». Frei, das ist toll und verheißungsvoll: außerhalb von Institutionen und Ausbildung zu arbeiten. Gleichzeitig hat sie Bammel davor: sich selbst um Fördergelder und Auftrittsmöglichkeiten kümmern zu müssen.
Ihr Deutsch ist sehr gut geworden («Spielstättenbescheinigung»), und sie hat endlich ein Visum.
Aus Patagonien stammend, Jahrgang 1983, war sie froh, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt zum Tanzstudium zugelassen zu werden. Aber die Argentinierin war nicht immer glücklich, wollte gern auch Deutsch und Kunstgeschichte lernen, intellektuell gefordert sein und war abends nach dem Training doch zu kaputt. 2007 schloss sie ein Praktikum bei der Forsythe Company an und fuhr zu ein paar Auditions. Da war nichts dabei. «Ich wollte nicht egal was tanzen.» Sie fand keinen Choreografen, der sie genügend interessierte, «und ich hatte nicht das Geld für mehr und längere Reisen». So folgte der zweijährige Master für Choreografie und Performance in Gießen und nun ein ...
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Tanz März 2012
Rubrik: persönlich, Seite 28
von
Tanzen ist eine universelle Ausdrucksform in allen Kulturen. Das Tanzen geht weit zurück bis zum Ursprung von Homo sapiens und noch darüber hinaus. Noch bei Menschenaffen lassen sich tanzähnliche Bewegungen beobachten. Tanzen ist älter, als die Fähigkeit zu sprechen. Beide Fähigkeiten aber haben sich – so meine These – nicht unabhängig voneinander entwickelt....
Die Hände! Sie sind der halbe Mensch hier. Zu Beginn hängen sie an den Armen in der weißen Bluse herab. Dazu dunkelgraue Hose, schwarze Lackschuhe, ein schmales Gesicht, eiserne Miene unterm Haar. Gegenlicht meißelt die dünne Figur machtvoll in den Raum. Sie tritt nach vorn, auf dem grauen Teppichrechteck, das ihr Feld ist, checkt das Publikum. Jetzt kommt die...
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im april: frauen leiten______
wenn sie in einer Führungsposition sind, in aller Regel zeitgenössische Kompanien. Männer haben mehr Glück, was Leitungsfunktionen im Ballettbetrieb angeht. Vielleicht hat es damit zu tun, dass sich Männer in hierarchischen Strukturen sehr viel wohler fühlen. Frauen sind teamorientierter, heißt es. Auch mutiger. Seit je...
