#Mensch – Zweite Klappe
Wir rücken vor in die zweite Phase des Tanzprojekts «#Mensch», sammeln Erfahrung mit dem, was Tanz unweigerlich auch ausmacht: mit der Technik. Das bedeutet zum Beispiel: Über den Boden rollen, wovon mir nur leider meistens übel wird. Ich bin erleichtert, dass es meiner grauhaarigen Tanzpartnerin ebenso ergeht und wir deshalb nur ganz langsam gemeinsam durch den Ballettsaal kullern: Erst führt das Bein, dann der Arm. Manchmal geht mir alles zu schnell. Rechts, links, oben, unten – bis mein Körper eine Abfolge verstanden hat, ist die Übung schon vorbei.
Dann suche ich mir eine Tanzpartnerin, mit der ich alles noch mal üben kann. Das nimmt den Druck.
Die Tänzerinnen mit Balletterfahrung schüchtern mich ein. Der 65-jährige Bernd ist dagegen von dieser Herausforderung begeistert. Er hat früher als Geschäftsführer gearbeitet und freut sich, endlich mehr Zeit für sein Hobby zu haben. «Ich mag die gemischte Altersstruktur, weil ich mich von den Jüngeren angespornt fühle», sagt er. Bodenrollen ist natürlich auch für ihn eine sehr ungewohnte Bewegungsform, er findet: «Die Frauen sehen dabei viel eleganter aus.»
Ich fühle mich nicht immer elegant. Bei der Kleingruppenarbeit sollen wir uns ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Sara Mierzwa
Schon beim Ballett «Le Sacre du printemps» gab’s die Musik nur am Klavier. Und auch für «Beethovens Neunte» wählt Mauro de Candia eine Transkription, und das aus innerer Überzeugung – und nicht etwa aus praktischen Erwägungen, weil das Original mit Orchester, Chor und Gesangssolisten an einem Theater wie dem von Osnabrück als Repertoire-Aufführung kaum machbar...
Sia Kate Isobelle Furler, kurz Sia, stürmt in regelmäßigen Abständen die Charts. Ihre R&B-Balladen und angejazzten Songs gehören zum Feinsten, was der Weltpop derzeit zu bieten hat. Dem Tanz ist die bald 43-jährige Australierin von jeher zugetan, und dass sich das auch kommerziell bezahlt macht, zeigt ihr jüngstes Koop-Projekt: Im Frühjahr wird sie bei «Repetto»,...
Rudolf Nurejew
Einmal mehr steht er im Zentrum der Aufmerksamkeit, kriegt einen ganz großen Leinwand-Auftritt. Ralph Fiennes, seit «Schindlers Liste» ein Star auch hierzulande, verfilmt mit «The White Crow» das dramatische Leben des Tänzers, der im Westen sein Glück machte, aber keine Heimat mehr fand. Das Schicksal, das Gerhard Brunner fürs «tanz»-Jahrbuch 2018...
