Martin Zimmermann «DANSE MACABRE»
Höchste Ehre für Martin Zimmermann. Der Schweizer Choreograf erhält den Schweizer «Grand Prix Darstellende Künste» und somit den Hans-Reinhart-Ring 2021. Das passt. Denn zum ersten Mal werden die Schweizer Tanzpreise und die Theaterpreise des Bundesamts für Kultur zusammengeführt und unter dem Dach Darstellende Künste vergeben. Dort gibt es neben Tanz und Theater auch Platz für Kleinkunst, zeitgenössischen Zirkus, Performance, Straßenkunst – und Hybride aller Art.
Da sind Martin Zimmermanns Arbeiten paradigmatisch zu nennen, bewegt sich doch der Künstler seit über 20 Jahren zwischen den Genres. Dies zeigt auch sein neuestes-Stück «Danse Macabre», das im August beim «Zürcher Theaterspektakel» uraufgeführt wurde: Totentanz auf einer Müllhalde, wo die Unbehausten dieser Gesellschaft zu hausen versuchen. Dimitri Jourde gibt einen Alten mit Bart und Schmerbauch und rollt durch den Müll, dass die Plastikfetzen fliegen. Tarek Halaby singt sich als Wetterhexe um Kopf und Kragen. Methinee Wongtrakoon verkriecht sich als Schlangenfrau unter dem Tisch. Immer wieder versucht sie, zusammen mit dem Alten das Haus auf der Müllkippe zu bewohnen. Allein, dieses steht auf der Spitze und ist ständig ...
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Tanz Oktober 2021
Rubrik: Kalender, Seite 34
von Lilo Weber
«New/Works» nennt sich der Abend. Allen Uraufführungen zum Trotz hat er etwas von einer Retrospektive. Christian Spuck zum Beispiel schuf als Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts viele abendfüllende Erzählballette, bevor er als Chef ans Ballett Zürich wechselte. Hier, in «Cassiopeia’s Garden», gibt er sich weniger handlungsaffin, dafür gedankenschwer. «Was...
Deutschland
Augsburg Theater Premiere «Dimensions of Dance. Part 3»: «Whim» von Alexander Ekman, «Rain Dogs» von Johan Inger und «Satisfaction» von Ricardo Fernando. martini-Park, 3., 8., 17., 22., 24. Okt. Premiere «Creations», Kammertanzabend mit Stücken der Gastchoreografen Patrick Delcroix und Mauro Astolfi. brechtbühne im Gaswerk, 29.–31.Okt.; www.staatstheat...
Sonnenlicht bricht sich in dem pfeilergestützten, kellerartigen Raum, der von futuristisch anmutender Musik erfüllt ist – klassische Zitate, untermalt von pulsierendem Piepen, surrealem Sirren und drängenden Dissonanzen. Sechzehn Tänzerinnen und Tänzer stehen teils versteckt hinter den Pfeilern, teils laufen sie in Paaren ein, dehnen breitbeinig ihre Arme, kreisen...
