Kompanie des Jahres: Staatsballett Berlin
Wer hätte das gedacht, nach all den Querelen um das neue Leitungsduo des Berliner Staatsballetts? Das größte Ballettensemble Deutschlands kann auf eine erfolgreiche erste Spielzeit unter neuer Leitung stolz sein, und Johannes Öhman darf sich auf die Schulter klopfen. Gut gemacht. Er staunt selbst, wie schnell alles ging. Denn nicht weniger als den Untergang des klassischen Balletts hatten Tänzer und selbst ernannte «Ballettmütter» heraufbeschworen, nachdem im September 2016 öffentlich geworden war, wer Nacho Duato ablösen würde: Sasha Waltz und Johannes Öhman.
Waltz, hieß es, hat keine Ahnung von Ballett – und Öhman, wer ist das denn bitte? Die online verbreitete Anti-Waltz-Öhman-Petition «Rettet das Staatsballett» fand rasch 20 000 Unterstützer. Der Ärger wurde bisweilen lautstark während einer Vorstellung herausgeschrien. Dass es Protest geben würde, damit hatte Johannes Öhman gerechnet, aber so? Dafür gab es mehrere Gründe, sagt er rückblickend: «Das Hauptproblem war, dass das Staatsballett selbst nicht informiert worden war, wer Nacho nachfolgen würde. Zweitens scheint eine Doppelspitze schwer zu verstehen zu sein. Und drittens muss ich ganz grundsätzlich sagen, dass die Leute ...
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Kompanie des Jahres, Seite 130
von Claudia Henne
Meine Glücksbringer sind seit jeher Ein-Cent-Münzen, die ich oft auf der Straße finde, wenn ich spazieren gehe und die Gedanken schweifen lasse. Die Idee dahinter ist: Wenn ich stehen bleibe und die Münze aufhebe, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ich bescheiden und demütig bleibe. Ich bin überzeugt davon, dass «Werke» immer auch ein bisschen «Glück» brauchen....
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