kalamata: philippe decouflé  «panorama»

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Decouflé Superstar: «Wenn mir schon niemand eine Retrospektive widmen will, mache ich es eben selbst.» Das muss er sich gesagt haben, der schillerndste Spaßvogel der Tanzlandschaft. Weil Humor aber schneller altert als das Tragische, zeigt der zuletzt beim Cirque du Soleil und mit den Crazy-Horse-Girls erfolgreiche Philippe Decouflé kein «Best of …». Vielmehr präsentiert er eine Art «Funniest of …», und zwar als «Panorama» in 28 Szenen. Damit geht er nicht nur auf Nummer sicher, sondern zeigt eben auch nur das, woran er sich selbst gern erinnert.

An einen gebührenden Rahmen hat Decouflé natürlich auch gedacht, hat er doch einst den inoffiziellen Zeremonienmeister François Mitterrands gegeben.

Noch während das Publikum seine Plätze in der Grande Halle in La Villette aufsucht, spaziert ein Majoretten-Korps durch den Saal. Ein Teil der Mädchen sind (ganz decouflémäßig) Männer. Auf der Bühne stehen zwei Rundbögen, die fast eine Zirkuskuppel ergeben. Hinten fällt der Blick auf eine orientalisch anmutende Szenerie, eine Art Palast der Superlative. Was ebenfalls eins der typischen Decouflé’schen Täuschungsmanöver ist, denn tatsächlich öffnet sich die Bühnenrückwand auf den hinteren Teil ...

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Tanz Juli 2012
Rubrik: highlights, Seite 44
von Thomas Hahn

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