zwei gesichter

Erst hat er die Kontaktimprovisation für die Bühne rehabilitiert, jetzt inszeniert er den Weltuntergang: der Israeli Sharon Fridman

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Ein kleiner, unbekannter Ort namens Pardes Hanna war Sharon Fridmans Zuhause in Israel. Heute lebt er Spanien und hat dort sein ers-tes großes Werk «Al menos dos caras» («Mindestens zwei Gesichter») herausgebracht, im Rahmen des «Festival de Otoño en primavera» in Madrid.

Aber wer ist Sharon Fridman, der Künstler? Er stammt wie die meisten seiner männlichen Tänzerkollegen aus einer der vielen Dutzend israelischen Folkloregruppen. Dort muss man einen kleinen Mitgliedsbeitrag entrichten, den seine Mutter aber nicht bezahlen konnte.

Sharon Fridman kommt also von ganz unten, er tanzte sich buchstäblich hoch bei Kompanien wie der von Ido Tadmor, bei Vertigo und der Kibbutz Contemporary Dance Company. Dabei machte er seine Sache so gut, dass er ein Angebot erhielt, das niemand in Israel je ausschlagen würde: Der große Ohad Naharin lud ihn ein, seinen Batshevas beizutreten. Für jeden anderen israelischen Tänzer wäre das die Krönung. Für Fridman nicht. Er verließ sein Land und wurde Mitglied der Percussion-Truppe Mayumana in Madrid, als ihr gerade der Erfolg über den Kopf zu wachsen drohte. Sie musste sich deshalb um eine Touring-Kompanie erweitern und bot Fridman an, bei Choreografie und ...

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Tanz Juli 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Ora Brafman

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