Josep Caballero García
… Eine Arbeit mit Jugendlichen in Düsseldorf, denen ich und meine Kollegin Kamila Kurczewski nie analog begegnet sind.
Produktiv sein müssen und choreografische Gruppenarbeit gewährleisten, um die Lage zu retten? Nein, ich hatte keinen Bock. Ich habe mich eher auf einzelne Proben oder Gespräche konzentriert; erst mal, um einen Raum zu schaffen, in dem jede*r sich äußern kann, was sie oder ihn umtreibt, welches die Herausforderungen sind, mit denen wir es zu tun haben, im Privaten wie im Künstlerischen.
Auf dieser Basis konnten wir individuell entscheiden und gemeinsam besprechen, welcher Fragestellung man nachgehen will. Jede*r von uns konnte individuell kurze Videos vorbereiten, um performatives Material zu generieren. Mit der Zeit habe ich gesehen, dass jede*r, ob bewusst oder unbewusst, mit ihrer/seiner Privatsphäre konfrontiert war: Was lasse ich von meinem privaten Raum auf dem Bildschirm erscheinen. Wie gehe ich damit um, mich zu veröffentlichen? Obwohl es bei einigen den Versuch gab, Privates zu vermeiden, hat sich vieles unsichtbar ins Material eingeschrieben. Eine unkontrollierbare Energie oder Aura. Das Private und das Öffentliche haben sich in einer unsichtbaren Weise ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 95
von
Das Ende der Welt ist gar nicht so weit weg. Doch um dahin zu kommen, müssen wir die Wege des Genfer ÖVs ergründen. Foofwa d’Imobilité sollte das theoretisch leichtfallen. Er ist hier aufgewachsen. Praktisch aber bewegt er sich, seit er aus New York zurückgekehrt ist, mit dem Fahrrad durch seine Heimatstadt. «Das ist das Schöne an einer so kleinen Stadt: Man kommt...
«Erfinden besteht in der Fähigkeit, das Potenzial eines Stoffes zu erfassen, und in dem Talent, Gedanken zu formen und zu gestalten, die ihm entsprechen.» Dieser Satz, von Mary Shelley 1831 mit Bezug auf das sprichwörtliche «Ei des Kolumbus» im Vorwort zu ihrem «Frankenstein»-Roman formuliert, lässt sich trefflich auf diese vermeintlich simple Kreation eines...
Ein intensiver, forschender, fast brennender Blick in die Augen – dann wirft sie den Kopf voller Schmerz zur Seite und wenig später auch er, in die andere Richtung. «Nachtmerrie» ist nur ein kurzes Duo, aber wieder gibt es bei der Uraufführung am Stuttgarter Ballett so viel Neues in Marco Goeckes Bewegungssprache, für deren Bezeichnung man sich deutschlandweit auf...
