In Beugehaft
Kaum Licht, der Boden schwarz, von feucht schimmerndem Torf bedeckt. Auf einem leuchtend roten Tuch eine Frau. Dann das Ensemble, das sich umgehend in zwei Gruppen spaltet: Frauen in kurzen durchsichtigen Kleidern, die sie immer wieder ruckartig hochschlagen und sich dabei entblößen, Männer in langen schwarzen Hosen. Der Raum vibriert vor Spannung, die in Strawinskys dissonanter, irregulärer Musik widerhallt und verstärkt wird.
Wie von Naturgewalt gepackt, beginnen die Körper sich im Rumpf zu biegen und zu werfen, die Arme in riesigen Schwüngen auszufahren und das Vokabular der Moderne bis zum Äußersten zu dehnen.
Immer wieder bricht eine aus der Frauengruppe aus und umkreist einen einzelnen Mann. Irgendwann liegt er auf dem roten Tuch, ehe es zusammengeknäuelt zwischen den Frauen hin und her wandert. Die Unruhe erhöht sich: Einzeln tritt jede von ihnen vor den Mann, der sich stocksteif bewegt. Ein gemeinsamer Reigen setzt sich in Gang und fällt wieder auseinander. Die Frauen setzen immer schärfere Akzente, ihre Schritte durchpflügen den Boden. Alle geraten außer sich, bespringen sich in wilden Pas de deux, als der Mann einer der Frauen das Tuch, das sich als Kleid entpuppt, ...
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Der Querkopf ist ein Charakterkopf. In Westdeutschland wäre er ein Querulant. In Ostdeutschland bewundert man ihn. Heimlich. Offen sagt keiner, dass Jo Fabian und seine denkstirnigen Thesen zum «Spektralsurrealismus» tolles Renitententum darstellen. Auf dem Berliner Tanzkongress wird er bei Hannah Hurtzig am 20. April vis-à-vis eines einzelnen Zuhörers die Kunst...
Wumm, wieder ist einer gelandet! Ein echter Kontrapunkt zum leisen Tschaikowsky und dem sanft pastellenen Licht. Die Bretter des Prinzregententheaters sind berüchtigt für ihre Percussion-Akustik. Für Tanz eingeschränkt geeignet. For what goes up, must come down. Bei der Nurejew-Hommage «Thank you, Rudy!» lief vieles nicht glatt.
Vergessen wir das Rätselraten um...
They said he could not do it, that it was too late and his body was not right for movement. He responded by developing a path that has its origin in memory and the continuous redoing of the movement. Paulo Ribeiro, one of Portugal’s most important choreographers, reacted to criticism with choreographies that deconstructed the Portuguese “fado“ with tense humour and...
