Derivative Dance
He is wearing just sneakers, a wig and a hat. So revealing is this tour de force solo that by the end, he may as well have stripped off his skin too. In this nearly nude state, to blasting pop music, Gutierrez proceeds to haul onstage and hook up a TV, VCR, and sound box. (Just the fact that he does this quickly in full view of a rapt audience is pretty impressive by itself, especially to those lacking in practical skills.)
He putters around the stage, curling dumbells and sliding on a well-worn t-shirt and sweatpants.
He gets the audience to repeat, “I am Miguel Gutierrez,” a phrase which we are to encounter again. We‘re unsure of his self-seriousness, disoriented by the anti-performative structure so far. But when he plays a video taken of himself in a Q&A session at Jacob’s Pillow, parroting himself, we laugh with him at his verbal tics and over-analysis. Another video shows hot stuff teen Miguel, the lone boy among a troupe of girls, performing a jazz routine with absolute confidence.
Little of that slickness is currently evident until Gutierrez launches into his “derivative dance,” a skilful, kinetic concatenation of quotes by dozens of predecessors and peers who are dutifully ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es war eine Amour fou, die Oskar Kokoschka nie verwinden sollte. Nach der Affäre mit der Wiener Muse und Musikerin Alma Mahler ließ der expressionistische Maler eine lebensgroße Puppe von ihr anfertigen, die er sieben Jahre lang als künstliche Geliebte mit sich herumtrug. Dann, nach einer durchzechten Nacht, hackte er ihr den Kopf ab.
Alma Mahler war in gewisser...
2001. Don DeLillo veröffentlicht in New York seinen Roman «The Body Artist». Es ist die Geschichte der Avantgarde-Künstlerin Lauren Hartke. Zurückgezogen in einem einsamen Landhaus versucht sie, den Selbstmord ihres Ehemanns zu verwinden. Trotz ihres Bedürfnisses nach Einsamkeit nimmt sie sich eines Obdachlosen mit autistischen Zügen an, der sich im Haus...
Die Zeit ist ein sonderbar Ding, aber wenn man sie so plakativ bebildert wie im Münchner Nationaltheater, wirkt sie bloß banal. Sherelle Charge, auf dem Programmzettel als «berühmte Schauspielerin» ausgewiesen, treibt ihre Angst vor dem Alter auf die Spitze, und während sie sich sur la pointe nicht die geringste Unsicherheit gestattet, fällt Graeme Murphy nichts...
