Goodbye!

Das Editorial der Oktober-Ausgabe von "ballet-tanz": Abschied von zwei großen Choreografen des 20. Jahrhunderts.

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Zwei Kompanien sind heute auf Tour, von denen man weiß, dass es sie sehr bald nicht mehr geben wird: Die Merce Cunningham Dance Company, die nur noch zwei Jahre lang das Erbe ihres Namensgebers weiterträgt. Und Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater, das im August eine Stiftung erhielt, um ihr Erbe in ein Archiv zur wissenschaftlichen Erforschung des Tanztheaters einzustellen.

In zwei Jahren, so besagt es Merce Cunninghams zu Lebzeiten verfasstes Vermächtnis, wird sein Werk nur noch von Studenten seiner Tanzschule in New York getanzt.

Derzeit wirbt seine Stiftung um acht Millionen Dollar, damit die über 200 Choreografien ähnlich inventarisiert und digitalisiert werden können, wie es nun mit dem Werk von Pina Bausch durch Jo Ann Endicott, Barbara Kaufmann und Benedicte Billiet auf Schloss Hombroich bei Neuss geschieht.
Merce Cunningham bestand darauf, dass ihm das Schicksal sogenannter Nachlass-Kompanien von Alvin Ailey, José Limón und Martha Graham erspart bleibe. Er hat sein Werk nicht vererbt. Pina selbst sagte: «Wenn man über sein Erbe nachdenkt, dann stirbt man.» Das hat sie wie Cunningham gewusst.

Das Archivieren, das nun beginnt, ist ein Versuch, die Stimme der beiden großen ...

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Tanz Oktober 2009
Rubrik: Editorial, Seite 1
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