Exodus aus Slowenien: Janes Janša

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Den vier sogenannten Visegrad-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei ist nicht nur gemein, dass sie Asylbewerber in ihren Ländern grundsätzlich ablehnen, sie alle haben auch ein ausgeprägt negatives Verhältnis zum zeitgenössischen Kulturschaffen.

Kann es also sein, dass die Angst vor Fremden und das Misstrauen gegenüber der zeitgenössischen Kunst etwas miteinander zu tun haben? Auf diesen Gedanken kommt Janez Janša, ein Choreograf, der in Ljubljana 2007 in einer künstlerischen Aktion gemeinsam mit zwei weiteren Künstlern ausgerechnet den Namen des damaligen nationalkonservativen Premierministers von Slowenien angenommen hatte. 

Für das Ausleben von Ressentiments gegenüber Andersdenkenden machte sich kurz danach zuerst Ungarn stark. 2010 ließ Ministerpräsident Victor Orbán diverse Theaterleiter nach politischer Linientreue einsetzen, ebenso Redakteure und Richter. Polen zieht seit Längerem nach; auch in Tschechien und der Slowakei sind teils ähnliche Eingriffe zu beobachten. Nun könnte es Slowenien treffen, das kleine Land an der Grenze zu Österreich, das aktuell wegen Grenzstreitigkeiten mit seinem EU-Nachbarn Kroatien in den Nachrichten auftaucht. Dabei ähnelt die 2014 bei ...

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Tanz März 2018
Rubrik: Menschen, Seite 34
von Arnd Wesemann

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