Berlin: «Die letzte Station»

Ersan Mondtag «Die letzte Station»

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Weihnachten 2017. Im Berliner Ensemble steht eine Krippe und viel Tannenbaum, ein Wald, in dem die Wichtel wohnen. Sie werden dargestellt vom Ensemble Dance On, einer ausgewachsenen Truppe, die, erst 2015 gegründet, schon jetzt ihre Werkschau zeigt. Aber nicht hier auf der altehrwürdigen Berliner Sprechbühne, wo die Auftragsarbeit des aktuellen Hype-Regisseurs Ersan Mondtag für das Seniorenabonnement von zwei sehr konservativen Ängsten handelt: davon, einmal von der Welt vergessen zu werden, und davon, selbst die Welt zu vergessen.

 

Der Tannenwald des deutschen Märchens war schon immer ein Ort des Grauens. Hier wohnen die Demenz und die Furcht, sich aus dem Leben zu verlaufen. Davor fürchten sich die Schauspieler, bloß die fünf Tänzer nicht. Sie treten tapfer aus dem Tann heraus, ergänzt um einen Wichtel, der trotz oder wegen seiner gedrungenen Statur bei ihnen mittanzen muss: der Schauspieler Peter Luppa.

Es setzt Weihnachtsmusik, Maria und Josef, ein Krippenspiel mit Judith Engel als Zerberus zwischen Leben und Tod, Constanze Becker als die Sterbende und Laurence Rupp als Josef. Die Schauspieler markieren ihre Gehbehinderung und zelebrieren entsprechend Sitzfleisch. Da hat das ...

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Tanz März 2018
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Arnd Wesemann

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