DVD
Ein heulendes Häuflein Elend kauert da in der Ecke. Die private Kamera dokumentiert diesen wie so viele andere, glückliche und unglückliche Momente. Hier ist es die Mutter, die Tränen vergießt, weil sie den gerade mal 13-Jährigen verlassen muss. Das Ausnahmetalent wird allein in London bleiben, an der Royal Ballet School auf Anhieb drei Klassen überspringen, später in der Mutterkompanie eine Überflieger-Karriere starten. Um sich 2012, mit 22 Jahren, aus allem herauszukatapultieren – von Drogen gezeichnet, vorzeitig verschlissen, ausgeknockt.
«Meine Mutter hat sich fürs Ballett entschieden, nicht ich», erklärt Polunin in dem Dokumentarfilm «Dancer – Bad Boy of Ballet», der jetzt auch als DVD herauskommt.
Jahre später macht die Mutter dem Sohn ein Geständnis: «Ich habe beim Training nicht auf dich gewartet, weil es mir so gefallen hat. Sondern weil ich kein Geld für mehrere Busfahrten hatte.» Es sind sehr bescheidene Verhältnisse, aus denen Galina Polunina ihren Sohn herausmanövrieren will. Vater und Großmutter ackern für sein Schulgeld, an der Dauerbelastung zerbricht die Ehe der Eltern.
Steven Cantors Porträt zeichnet all das nach, und zwar ohne jeden Voyeurismus. Dem Regisseur ...
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Diese vier haben die eigene Lebensmitte jeweils schon deutlich überschritten und bilden nach 20 Jahren das älteste in Deutschland arbeitende Bühnenkollektiv (okay – Gob Squad sind noch etwas älter). Seit 1997 agieren Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra und Veit Sprenger unter dem Label Showcase Beat Le Mot. Die Herren strotzen noch immer vor Witz,...
Kenneth Greve macht Schluss. Zumindest in Helsinki. Seit 2008 amtiert er dort als Direktor des Finnischen Nationalballetts, und das offenbar zu beidseitiger Zufriedenheit. Sonst hätte er den Vier-Jahres-Vertrag nicht um die gleiche Dauer verlängert. Wie seine Vorgängerin Dinna Bjørn stammt Greve aus Dänemark. Ausgebildet an der Schule des Königlich Dänischen...
