Die Highlights im August und September
die giselle
des Königlich Dänischen Balletts gastiert an der Semperoper in Dresden. Getanzt wird die Titelrolle von der Ersten Solistin in Kopenhagen, Gudrun Bojesen. Die von Nikolaj Hübbe eingerichtete Schau stiehlt ihr ein Pas de deux, bestehend aus Ihrer Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Benedikte. Höchstpersönlich sind sie zugegen, wenn Giselle in der Stunde des Wahnsinns auf ihrem eigenen Grab tanzt. Wo in Europa wird Ballett so königlich sein können wie hier in Dresden? Semperoper Dresden, 22., 23. Aug. semperoper.
de
Auf dem Foto: Gudrun Bojesen
© Henrik Stenberg
victor ullate
war 14 Jahre lang Solist in Maurice Béjarts legendärem Ballet du XXe Siècle. 1978 gab ihm Béjart die Rolle des Choreografen in seinem autobiografischen «Gaîté Parisienne». Ullate fand Geschmack daran und gründete in Madrid eine eigene Kompanie. Seit zwanzig Jahren besteht sie nun. Zum Jubiläum schenkte sich Ullate einen zweiteiligen Beethoven-Abend, das von ihm choreografierte «Pastoral» und «Tres» von Eduardo Lao, mit einem gewaltigen Spiegel über der Bühne, für den Rückblick. Bekannt ist er für seinen wahrhaft virtuosen Spagat zwischen der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Jeder kennt das: Da bezeichnet sich eine Tänzerin als Tänzerin Schrägstrich Choreografin. Denn tanzt sie ein Solo, das sie selbst erarbeitet hat, ist sie sowohl Autorin wie Interpretin. Liest man also das etwas umständliche «die Tänzerin und Choreografin Yoshiko Waki», ist das weniger dem stolzen Selbstverständnis geschuldet, beides zu können: zu kreieren und...
Eine Zeit lang nannte der Branchenspott ihn Robert «Long ago» – Robert Longo galt als ultimativer Vertreter der 1980er Jahre: Post-Punk, New Wave, New-York-hip, in steter Reaktion auf ein selbstgewisses, aber untergründig selbstzerstörerisches Corporate America. Longo, der Bildhauerei studiert hatte, als Zeichner und Filmregisseur bekannt wurde, sah den Fall mitten...
Äußerst peinlich, wenn ein Redakteur noch knapp vor Redaktionsschluss Gerüchten glaubt. Hugo de Greef, Leiter des Kulturzentrums für Musik in Brüssel, Flagey, lebt. Anders als im Editorial behauptet, ist der große Förderer von Anne Teresa De Keersmaeker bei bester Gesundheit und lässt die Verbreiter des Gerüchtes herzlich grüßen. Was die Zerknirschtheit des...
