Der Lehrer
Ein Hip-Hop-Workshop an der türkisch-syrischen-Grenze mit Flüchtlingskindern, wie kommt man auf diese Idee?
Ich bin jetzt zum dritten Mal dort, im Auftrag des Goethe-Instituts, das in der Grenzregion zusammen mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit die Kinder zum Malen, Zeichnen, Jonglieren und eben auch zum Tanz animiert. Initiiert vom türkischen Verein «Überall Kunst» werden die Jugendlichen zu einer Crew, die sich mit Hip-Hop beschäftigt. Und jetzt kommen mein Partner Ferhat Fero Duz und ich ins Spiel.
Die Kids kannten uns schon aus dem Internet. Unsere Flying Steps sind ihnen ein Begriff, und dass wir Türken sind, Fero sogar aus der Gegend stammt, ist natürlich ein Vorteil. Wir haben die Kids zusammengebracht, bewusst ganz gemischt, die Einheimischen, die Flüchtlinge und die Kids aus dem kurdischen Vorort Kızıltepe.
Moment, wo sind wir?
In einer Stadt namens Mardin in der Südosttürkei, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Hier gibt es ganz unterschiedliche ethnische Gruppen, die gut zusammenleben und sehr warmherzig sind. Die Stadt wird «Trockener Hafen» genannt. Sie liegt auf einem Berg, und du bekommst dort genau den Kaffee, den wir jetzt trinken, er ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Arnd Wesemann
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