chefsache
Wie kann das Tanztheater im Stadttheater-Betrieb seine Eigenheiten verwirklichen, originelle Wege gehen und neben den anderen Sparten, neben Schauspiel, Oper, Orchester, ein selbstständiges Profil gewinnen? Ist es überhaupt möglich, dieser Sparte eine größere Bedeutung zu geben und diese Kunstform so zu stärken, dass sie auch in der öffentlichen Wahrnehmung gleichberechtigt neben den anderen bestehen kann? Welche Art von Tanztheater ist richtig für eine Stadt, welche Konzepte werden hierfür gebraucht, und wie groß ist eigentlich das Publikum für zeitgenössischen Tanz?
Projek
te oder Neuanfang?
Diese Fragen stellten sich mir, als ich vor fünf Jahren die holländische Choreografin Nanine Linning ans Theater Osnabrück engagierte. Wir hatten uns in Rotterdam kennengelernt, und sie hatte sich überzeugen lassen, ihre vielversprechende Karriere an einem deutschen Stadttheater fortzusetzen. Schon in Osnabrück erlangte das Tanztheater große Aufmerksamkeit, was an Nanine Linnings außergewöhnlichen Choreografien lag und an ihrem Ensemble. Ihre wohl faszinierendste Produktion während dieser Zeit war «Requiem», ein Tanzabend, der eine Symbiose zwischen bildender Kunst und den Körpern der Tänzer ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: ideen, Seite 88
von Holger Schultze
Eine halbe Dekade lang hatten Serge Diaghilews Ballets russes in Paris einen mächtigen Konkurrenten um die Krone der Avantgarde: Les Ballets suédois. Dadaistisch, kubistisch, «instantanistisch» – so der Ruf der Truppe. Ihr Förderer war Rolf de Maré, reicher Sohn schwedischer Adliger und Liebhaber moderner Kunst. Er gründete 1920 die internationale Kompanie, für die...
im jahrbuch: the big five_________
John Neumeier, Martin Schläpfer, Jiří Kylián, William Forsythe – vier Männer und die vor fünf Jahren verstorbene Pina Bausch schufen ein Tanzerbe, am dem sich die Nachkommen noch die Zähne ausbeißen werden. Was genau passiert mit dem hinterlassenen Werk? Welches Testament bereiten Künstler zu Lebzeiten vor, damit sie in die...
ausschreibungen_____
«Tanzlabor_21 Residenzprogramm» in Frankfurt/Main
Neben regulären Residenzen –
das Tanzlabor_21 vergibt im Jahr 2014 drei Residenzen für Tanzproduktionen vom 6.–19. Okt.;
10. Nov. – 7. Dez. und 22. Nov. –
15. Dez. – umfasst das Programm auch Forschungsresidenzen, Stipendien für auswärtige KünstlerInnen
sowie Stipendien für die Nutzung
des Z,...
