CD & DVD
Clip des Monats: Babine Suze
heißt dieser preisgekrönte Film aus Kroatien, der von den Tränen einer alten Bergbäuerin erzählt, die ungebeugt ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes weiterführt. Die schwarzweißen Bilder zeigen zu dramatischer Musik eine raue Bergwelt im Küs-tengebirge von Paklenica nahe der Stadt Zadar, ein schlichtes Steinhaus und die alte Frau, Marije Ramici, an der vorbei die Kamera mit nachgerade artistischen Überblendungen eine Tänzerin, die karge Erde und die Jahreszeiten einfängt.
Die Regisseurin Marija Šćekić vereint Tänzerin und tanzende Kamera zu einer kunstvollen Hommage an das vom Tod getrennte Bauernpaar. Dessen Leben war und dieser Film bleibt: durch und durch trotzig.
Hier können Sie den Clip des Monats anschauen.
Hommage: Reid Anderson
Dieses Buch ist eigentlich eine Abenteuerreise auf den Spuren des Stuttgarter Balletts, das mit John Cranko die höchsten Kunstgipfel bestieg, nach seinem Tod etliche Täler durchmaß und bis heute die Tanzrepublik fasziniert. Offiziell als Würdigung des Intendanten Reid Anderson deklariert, handelt es sich in Wahrheit um eine Liebeserklärung, die dem Geehrten ebenso gilt wie seinen Weggefährten und den Tänzern, über die er ...
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Tanz April 2017
Rubrik: Medien, Seite 58
von
Gastspielförderung: Tanzland
Die Kulturstiftung des Bundes legt ein neues Tanzförderprogramm auf: Feste und freie Kompanien sollen sich auf jeweils drei Jahre mit einem der 375 Häuser zusammentun, die hierzulande als reine Gastspielbetriebe firmieren. «Tanzland» heißt das Projekt, unterstützt werden Antragsteller mit maximal 100 000 Euro für die Kunst und noch...
Es schneit große Flocken. Die Tänzer bilden zwei Gruppen, jeweils in Pyramidenformation. Beginnen eine wilde Schneeballschlacht. Ein impressionistisch flirrendes Bild, dazwischen Videoprojektionen der Geschwister Paul und Elisabeth. Der Regisseur und Choreograf Yuki Mori hat für Philip Glass’ Tanzoper «Les Enfants terribles» nach dem Roman von Jean Cocteau ein...
Was für eine Unternehmung! «Faust II», der in der Theaterwelt schon als unspielbar gilt und für dessen Inszenierung Regisseure regelmäßig Prügel beziehen – ausgerechnet «Faust II» also als Ballett? Eine verrückte Idee. Verrückter noch, als Tolstois «Krieg und Frieden» oder Thomas Manns «Zauberberg» auf die Tanzbühne zu schubsen. Beides hat Dortmunds Ballettdirektor...
