CD des Monats

«Danse macabre»

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Schwer vorzustellen, dass eine Mary Wigman einst ihrem ersten «Totentanz» ausgerechnet Orchestermusik von Camille Saint-Saëns unterlegt hat. Irgendwie passt das nicht zusammen, wiewohl der französische Komponist seine «Danse macabre» so suggestiv in Töne gesetzt hat, dass dabei nicht nur die Knochen klappern. Im Grunde ist sein Opus 40 ein klassisches Violinkonzert, selbst wenn es nicht mal ansatzweise eine ganze Geisterstunde dauert.

Andrew Wan ist der Solist dieser Einspielung, und er holt aus seiner Fiedel so fahle Klänge heraus, als wär’ er Gevatter Tod persönlich. Kent Nagano dirigiert das Orchestre symphonique de Montréal, und der Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper achtet darauf, dass auch bei diesem Totentanz der Hahnenschrei der Oboe zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

Ganz ähnlich bei «L’apprenti sorcier» von Paul Dukas. Auch hier lässt Nagano das Scherzo enden, bevor es den «Zauberlehrling» ins Uferlose mitreißt: ein magisches Stück Musik, das sich ebenso gut in einen makabren Musik-Kontext reiht. Von der «Mittagshexe» Antonin Dvoráks über «Eine Nacht auf dem kahlen Berge» von Modest Mussorgsky, die selten gehörte «Tamara» von Mili Balakirew und «Hallowe’en» ...

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tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Medien Februar 2017, Seite 61
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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