Ausstellung
Rodin und Rauschenberg
Sie liegt nur einen Katzensprung vom Royal Opera House entfernt, verfügt über eine traumschöne Sammlung impressionistischer Gemälde – und ist doch eher unbekannt. Zumindest bei Tanzliebhabern dürfte sich das ändern, sobald sie in Londons Courtauld Gallery die Schau «Rodin and Dance: The Essence of Movement» besichtigt haben: ein Parcours aus Terrakotta-Figuren und Zeichnungen, die teilweise bisher unter Verschluss waren (bis zum 22. Januar; courtauld.ac.uk).
Die hymnisch gefeierte Ausstellung zeigt den Begründer der modernen Bildhauerei als Bewegungsforscher und Formpionier, der auch Universalisten wie Robert Rauschenberg den Weg bereitete. Dem Maler und Mitstreiter der Experimentier-Elite von Merce Cunningham über Yvonne Rainer bis Trisha Brown widmet die Tate Modern eine Retrospektive. Einmal das Themse-Ufer gewechselt, und schon tut sich das Tor zur Postmoderne auf (bis zum 2. April; tate.org.uk).
Berlin, Bode-Museum, smb.museum
«Canova und der Tanz» (siehe S. 56). Bis zum 22. Januar 2017
Berlin, Martin-Gropius-Bau, gropiusbau.de, pina-bausch-ausstellung.de «Pina Bausch und das Tanztheater». Objekte, Fotografien und Videos aus den ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 52
von Red.
In einigen Ballettlexika sucht man ihren Namen vergebens. Und doch ist Duška Sifnios nicht irgendwer. 1934 in Skopje geboren, ging die Jugoslawin bei den besten Lehrmeistern ihrer Zeit in die Schule. Der Unterricht bei Nina Kirsanowa, Leonid Lawrowski, Assaf Messerer und Victor Gsovsky zahlte sich aus in einer Karriere, die sie innerhalb kürzester Zeit an die...
Möge das neue Jahr so dynamisch werden wie Ismael Lorenzos Aufnahmeserie vom Basler Ballett (bei biderundtanner.ch), alternativ so elegant wie Marco Goeckes «Nijinski», den Regina Brocke für den Kalender von Gauthier Dance porträtiert. Nur dort, d. h. im Theaterhaus Stuttgart, ist der Kalender erhältlich.
Das Ballett Augsburg posiert derweil als «Kunst-Werk-Tanz»...
Wenn man sich dem Londoner Barbican Centre von der falschen Seite her nähert, nämlich von Süden, wandert man gefühlte zwei Stunden durch ein einförmiges, in Beton gegossenes Hochhaussiedlungslabyrinth, das einen sehr loriothaften Eindruck vermittelt vom Wohntraum der 1960er-Jahre. In Londons gentrifizierter Stadtmitte hier und heute leben zu dürfen, ist für viele...
