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Tanz August/September 2011
Rubrik: praxis, Seite 107
von
Mal so richtig bedeutungslos sein – auch das kann ein Künstlertraum sein. Mal nichts anklagen, aussagen, bloßlegen. Abstraktion lautet darum das Ideal für Meg Stuarts neues Stück «Violet». Oder: engagierte Sinnlosigkeit. Das hyperaktive Nichts. Die pure Bewegung wird skelettiert, ohne Fleisch von Ausdruck und Erzählung. Ausgerechnet Meg Stuart. Ausgerechnet ihr...
«ICK und die anderen»: Das ist es, wofür das Internationaal Choreografisch Kunstencentrum Amsterdam steht. Denn es sind die anderen, die uns inspirieren und mit denen wir in einen kreativen Dialog treten.
Leider gibt es auch jene anderen, die für so etwas wie Kunst völlig unempfänglich sind. Der Staatssekretär für Bildung und Kultur in den Niederlanden zum Beispiel:...
Sie scheint nicht zu altern, ist so schlank wie eh und je, unter dem Pony strahlt sie mit dem bekannten lausbubenhaften Gesicht, ihre langen Beine und Arme sind so elastisch und biegsam, dass man glauben möchte, sie seien aus Gummi. Man muss es sich immer wieder in Erinnerung rufen: Hier tritt keine jugendliche Göre auf, sondern eine 46-jährige Frau.
Sylvie Guillem...
