Access to dance

Vor elf Jahren gestartet, ist das Münchner Netzwerk ein Erfolgsmodell. Weil es die Autonomie der Beteiligten wahrt und zugleich ihr Zusammenspiel fördert

Tanz - Logo

Das Ungewöhnliche an diesem vor gut einem Jahrzehnt in München ausgeheckten Projekt mit Namen «Access to Dance» ist wohl, dass sich hier sieben Spezialisten für Ballett und zeitgenössischen Tanz zusammengesetzt und etwas Nachhaltiges entwickelt haben. Und – ein Wunder − sie kooperieren bis heute, ohne dass auch nur die geringste Auseinandersetzung ruchbar geworden wäre, die die Initiative hätte gefährden können.

Um den Erfolg dieses Bündnisses aus nicht eben einfachen und sicherlich höchst unterschiedlich teamfähigen Akteuren würdigen zu können, muss man allerdings den Status des Tanzes in München Mitte der Nullerjahre mit dem von heute vergleichen (siehe dazu auch tanz 1/17, Auftakt zur Serie über die freie Szene). Und gar noch weiter zurückschauen, auf den Anfang der 1980er-Jahre nämlich, als der seinerzeitige Generalintendant August Everding München in trotziger Behauptung als Tanzstadt ausrufen wollte. Everdings haltloses Vorpreschen vor Augen, wird man einräumen, dass sich bereits um die Jahrtausendwende einiges zum Besseren verändert hatte.

Trotzdem gönnte damals einer dem anderen nicht die Butter auf dem Brot. Was daran lag, dass sich viele Mäuler das nicht eben üppige Brot ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Eva-Elisabeth Fischer

Vergriffen
Weitere Beiträge
Vorschau/Impressum

Im März: Tanz im Exil 
Seit zwei Jahren ist die französische Kulturhistorikerin Laure Guilbert als Gast-Wissenschaftlerin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und des Centre Marc Bloch auf der Suche nach Material für ihr Forschungsprojekt «Migrant Dancing. Exil und Diaspora der deutschsprachigen Tanzszene 1933 – 1949». Sie ist nicht nur in Archiven fündig...

The Red Shoes

«The Red Shoes» (1948) des Filmemacher-Duos Michael Powell und Emeric Pressburger gilt noch immer als der wirkungsvollste Tanzfilm aller Zeiten. Generationen von jungen Leuten hat er dazu bewegt, eine Ballettkarriere anzustreben. Inzwischen besitzt der Film freilich auch dokumentarische Qualität, gewährt er doch Einblicke nicht nur in die leicht schäbigen...

Ans Tanzquartier Wien

Das Tanzquartier Wien ist wieder unter der Haube. Zur Erinnerung: Erst war es mit Sigrid Gareis vermählt, die zweite Ehe mit Walter Heun läuft mit dieser Saison aus. Der dritte Bund wird zu Beginn des kommenden Jahres wirksam – mit Bettina Kogler, die zuvor neun Jahre lang das Festival «imagetanz» des Wiener Theaters brut geleitet hatte. Ab 2013 widmete sie sich...