Bangalore

Fabien Prioville «La Suite»

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Die Zeiten haben sich geändert. Die Holzstühle und -tische, Wahrzeichen des deutschen Tanztheaters, sind aus dem Café Müller verschwunden. Ebenso die gläserne Drehtür, durch die man die rothaarige Frau im Geiste noch hereinstöckeln sieht. Bei der Uraufführung im Düsseldorfer tanzhaus nrw lümmeln sich die Paare in weißen Gartenstühlen. Eine Wand im Hintergrund trägt die aus Klebeband gestaltete Aufschrift: «closed». Eine geschlossene Gesellschaft, die in entspanntem Ambiente Wiedersehen feiert.

Die Besetzung aus Pina Bauschs Opus magnum «Café Müller» (1978) – ohne die Pina-Figur – kommt in Fabien Priovilles ironischer Fortsetzung «La Suite» noch einmal zusammen.

Der Tänzer und Choreograf, der viele Male in dem Klassiker auf der Bühne stand, will offene Fragen klären. Er hatte mal den Part von Jan Minarik inne, der damals Malou Airaudo und Dominique Mercy unermüdlich in einer Umarmung zu verbinden suchte. Mit «La Suite» hofft der Franzose, mit seiner Wuppertaler Vergangenheit, die ihn wie ein Echo verfolgt, endlich abzuschließen.

Ist es nicht vermessen, ein solches Werk anzupacken? Oder ist es erfrischend selbstbewusst angesichts der inflationären Pina-Huldigungen im Wuppertaler ...

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tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 43
von Bettina Trouwborst

Vergriffen
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