Yuri Possokhov probt mit Svetlana Zakharova und Ruslan Skvortsov; Fotos: Damir Yusupov/Bolshoi

Yuri Possokhov

Einst glänzte der Ballettstar als Balanchines «Prodigal Son» am Bolschoi. Inzwischen ist Moskaus verlorener Sohn in San Francisco zum namhaften Choreografen gereift. Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter der stillen Fassade dieses Mannes?

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Petr Pestovs Ballettklassen für männliche Tänzer an der Staatlichen Akademie für Choreografie in Moskau erfreuten sich großer Beliebtheit. Generationen von Startänzern hat der berühmte Lehrer dort ausgebildet, dabei jede Tänzerpersönlichkeit individuell gefördert und unterschiedliche Stile vermittelt. Alexander Bogatyrev und Valery Anisimov lernten bei ihm, späterhin waren Yuri Burlaka, Vladimir Malakhov, Alexei Ratmansky und Nikolai Tsiskaridze seine Schüler.

Auch Pestovs Abschlussklasse von 1982 erregte Aufmerksamkeit, gingen aus ihr doch gleich mehrere Nachwuchstänzer hervor, die in der Folge Engagements am Bolschoi-Theater erhielten. Darunter Yuri Possokhov: ein gebildeter und ungewöhnlich talentierter junger Mann, der die richtigen physischen Anlagen mitbrachte und nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine allgemeine Attraktivität bestach. Ein vielversprechender, blauäugiger Kandidat für Prinzenrollen also – mithin ein seltener Glücksfall für jedes Theater.

Der einstige Bolschoi-Newcomer Yuri Possokhov wurde in eine dem Militär nahestehende Familie im ukrainischen Voroshilovgrad, dem heutigen Luhansk, hineingeboren. Die Region, die 2014 als – wenngleich nicht ...

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Tanz April 2017
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Leila Guchmazova

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