Wer war Veronika Blumstein?
Trisha Brown in München, Yvonne Rainer in Wien, Deborah Hay in Paris und Robert Rauschenbergs Werke gleich an mehreren Orten: die Postmoderne ist so präsent wie lang nicht mehr. Weil sich aber zeitgleich der Zeitgeist immer konservativer gebärdet, sind die Öffnung der Werkformen, der interdisziplinäre Charakter der Arbeit und die Sensibilisierung für den sozialen Kontext der Kunst aktueller, als eine Mehrheit wahrzunehmen bereit ist.
Auch bei «Moving Exils», einem dreitägigen Festival «für Erfindung und Choreografie» mit Aufführungen, Workshops, Lecture Performances, Filmen, Diskussionen und der Gründung einer neuen Künstlergruppe, der Veronika Blumstein Group, bilden die 1960er und 70er Jahre, die Zeit der Entstehung der Performancekunst, genau diesen Bezugspunkt. Doch ging es in der Bremer Schwankhalle weniger um die Rückholung als um die Fortschreibung der Ideen, um einenRaum für unterschiedliche Ästhetiken, aber auch der klaren Anliegen: Positionen zu beziehen und Inhalte zu formulieren.
Veronika Blumstein aus Jagniatków
Die Namensgeberin ist allerdings abwesend, weil sie eine Erfindung ist. Erdacht wurde Veronika Blumstein im letzten Jahr im kleinen Ort Jagniatków im ...
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