wayne mcgregor
Wayne McGregor
was haben Sie sich für den Tanz am 14. Juli auf dem Trafalgar Square einfallen lassen? Ich dachte, im Geist von Olympia wäre es falsch, wenn nur eine Person den «Big Dance» choreografiert. Jeder der 2000 Menschen sollte selbst etwas beitragen können. Das ist viel kreativer. Eine ganze Reihe von Mentoren hat in zehn Wochen mit den teilnehmenden Gruppen daran gearbeitet, ihre eigenen Choreografien zu entwickeln. Dafür haben wir Arbeitsmaterialien und -anleitungen zusammengestellt.
Am Ende stehen 45 Minuten Tanz, in dem ich das Material der Gruppen verwende und in meine Choreografie einfüge. Das ist wie ein Puzzlespiel. Nicht alle Beteiligten werden das Gleiche tanzen. Es wird ein Stück sein auf einem schwierigen Platz, was aufregend ist. Denn schon der Platz zieht viele Menschen magnetisch an.
Was reizt Sie daran, mit so vielen unterschiedlichen Körpern von ganz unterschiedlichen Menschen zu arbeiten – eben von Laien bis hin zu Balletttänzern? Ich stelle mich gern Herausforderungen. Meiner Ansicht nach hat jeder Mensch eine persönliche Signatur. Als Choreograf ist es meine Aufgabe, mit diesen persönlichen Signaturen zu arbeiten. Das lehrt mich etwas, das sagt mir etwas. ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: ideen, Seite 64
von Franziska Buhre
Der Welttag des Tanzes wird seit 1982 jedes Jahr am 29. April begangen. Es ist der Geburtstag des französischen Reformchoreografen Jean-Georges Noverre. Mancherorts gibt es darum eine Gala, wo das mehr oder minder originelle, eher fürs Poesiealbum taugliche Sprüchlein einer Tanzberühmtheit verlesen wird. Das ist brav, auch ehrenwert, aber kaum sonderlich...
Sprichwörter aus anderen Kulturen können manchmal recht befremdlich wirken. So titelt Christian Rizzo lieber gleich auf Türkisch: «Sakinan Göze Çöp Batar».
Woran würden wir auch denken, wenn es auf Deutsch hieße: «Das Auge, das du schützen willst, wird durchbohrt werden»? Klingt wahlweise nach Altem Testament oder PKK. Dabei lautet die Botschaft: «Klammere dich...
buch_________
sasha waltz
beendete ihr letztes Interview für eine Buchreihe namens «Nahaufnahme» im Sommer 2007 mit einem «ganz banalen Wunschtraum»: «Mal wieder richtig Zeit zu haben.» Das war nötig. Denn vier Jahre später erzählt sie Michaela Schlagenwerth mit großer Offenheit, in welchem Zustand sie damals tatsächlich war. Bei der Wiederaufnahme ihres Stücks...
