Was ist Gaga?
Mit Ohad Naharin, dem bekanntesten Choreografen Israels, verbindet sich untrennbar eine Trainingsmethode, die den sonderbaren Namen GaGa trägt. Glaubt man seinem Erfinder, war es schon ziemlich «GaGa», als Ohad im Alter von drei Jahren, angefeuert von seinen Eltern, von einem hohen Schrank sprang und dabei entdeckte, dass Angst, Schweiß und Vergnügen so ziemlich dasselbe sind.
GaGa ist ein System, das er zunächst einmal pflegt, um neue Tänzer seiner Kompanie Batsheva mit seinem Stil und seinem Vokabular vertraut zu machen.
Naharin glaubt zudem, dass sein systematisch kodifiziertes Instrument GaGa die Tänzer eher dazu befähigt, mehrdimensionale Bewegungen detailreich, kräftig, schnell und kontrolliert auszuführen, als es Ballettklassen vermögen. Bewegung soll bei ihm mit explosiver Energie aus dem Körper schießen und eine Symbiose aus Schmerz und Lust eingehen. «Ich will nicht Bewegungen erfinden», sagt Naharin, «sondern das Potenzial einer Bewegung entdecken. Durch GaGa entwickelt jeder Tänzer seine starken Seiten weiter, die Bewegung wird effizienter und das Risiko von Verletzungen reduziert sich.»
In seinen GaGa-Klassen gibt es keine Spiegel, keine Vorschriften, nicht mal eine ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Bahne mir den Weg an den leuchtenden Brunnen auf der Spuiplein vorbei ins Lucent Dans Theater von Den Haag. Hier werden sagenhafte drei Jahrzehnte einer unerschrockenen Dame des Tanzes gefeiert. Fleischberge türmen sich im Theater vor älteren Tanzkennern auf. In einer Plexiglasröhre steht ein Tänzer. Zwischen Videoinstallationen wandeln Performer in...
Sie haben in Dortmund eine regelrechte Balletteuphorie ausgelöst. Die Stadt hat Sie mit der Unabhängigkeit belohnt. Wie ist dieses Ballettwunder gelungen? Ich bin glücklich, es war ein langer Weg. Als ich 2003 nach Dortmund kam, war mein Ziel eine eigenständige Tanzsparte. Nur so ist langfristiger Erfolg möglich. Deshalb habe ich sie immer wieder gefordert. Dazu...
Geld oder Liebe? Das ist die zentrale Frage. Während Richard Wherlock mit seiner Kompanie das «Traviata»-Ballett am Basler Theater noch probte, stellte dessen Verwaltungsratspräsident Martin Ch. Batzer in einem Gedankenspiel den Fortbestand des Balletts öffentlich infrage. Durch die eventuelle Einsparung der «dritten Sparte» könne er die künstlerische Qualität der...
