Wagner Carvalho

über das Nicht-Ankommen in Europa.

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DIE RHYTHMUSSTÖRUNG. Die verschiedenen, in Berlin lebenden Kulturen lassen mich an den Ort meines Aufbruchs und meiner konstanten Rückkehr denken: Brasilien. Die Überquerung des Atlantiks verläuft normalerweise schnell, aber die Landung ist immer langsam, sie erfordert nach der Ankunft Konzentration und große Vorsicht.

DIE BEGEGNUNG fordert neue Parameter der Analyse, damit die Klischees mit neuen Bedeutungen belegt und gesprengt werden können.

Normalerweise blühen bei dieser Bewegung des Kommens und Gehens persönliche und professionelle Konflikte auf, was den Alltag dynamisch aufmischt und das Leben bunt färbt.

Aber immer gibt es eine Erwartungshaltung: WER VERSPEIST WEN? Ich denke an Oswald de Andrade: «Nur die Anthropophagie vereint uns. Gesellschaftlich. Wirtschaftlich. Philosophisch. Einziges Gesetz der Welt. Maskierter Ausdruck aller Individualismen. Aller Kollektivismen. Aller Religionen. Aller Friedensverträge. Tupi or not Tupi that is the question».

Der liberale Diskurs, dass die «kulturelle Vielfalt» vor der Tür steht, durchdringt die sozialen Beziehungen in Berlin und sorgt dafür, dass das Verständnis von Austausch eine doppelte Bedeutung erhält, aber doch nur eine ...

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Tanz November 2006
Rubrik: Was denkt..., Seite 80
von Wagner Carvalho

Vergriffen
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