Was an Schülern fasziniert
Erinnerungsgerümpel, wohin das Auge blickt. Ein lebloser Ort, gleich der Wohnung eines Verstorbenen, die man räumen soll. Ein altes Sofa, davor ein Perserteppich. Ein Tisch, die Stühle wie nach Schulschluss oben drauf. Darunter stapelt sich Buch um Buch. Ein Regal voll Unrat steht am Bühnenrand, darauf ein leerer Vogelbauer. Ives Thuwis hockt in «Birdy»-Haltung davor, als hätte er den Käfig soeben verlassen. Er dreht das Radio an, steht auf, lehnt sich an den Tisch und verschließt mit den Händen seine Augen. Die Arme breitet er in einer abwehrenden Geste aus.
Eine Mozart-Arie erklingt. Thuwis, völlig versunken, beginnt zu tanzen. Erinnerndes Streicheln über den eigenen Nacken, der Blick in die Ferne gerichtet. Ein wehmütiger Tanz. «Sehnsucht» hat der Belgier seine neue Produktion für das Forum Freies Theater in Düsseldorf genannt. «Ein schönes deutsches Wort», findet Thuwis, für das es im Flämischen keine Entsprechung gibt. Was des Dichters Schmerz ist, bereitet dem Tänzer und Choreografen «einfach ein schönes Gefühl». Dazu gehört für ihn auch Melancholie, denn gelöst wirkt er nicht, wie er in seinem Solo zu Beginn der Performance Balancen austariert, um an den Rand zurückzutreten ...
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Tanz November 2006
Rubrik: Tanz in Schulen, Seite 12
von Bettina Trouwborst, Günter Scheinpflug
Tokyo is a big, buzzing, chaotic city; the epitome of the metropolis, the stylized “mega city.” I am gradually coming to realize that this stylization is Tokyo’s subtext, but where does it come from? I would describe it as the result of a process of alienation leading to liberation from redundancy and the strait-jacket of “reality.” As an observer, I am no longer...
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