Unverzichtbar

Welche Kompliz*innen sind für Sie unentbehrlich – im Leben und in der Kunst? Antworten aus der Tanzwelt

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Neugier und Zweifel
Ich vermute, ich werde meinen künftigen Komplizinnen und Komplizen erst noch begegnen. Bis dahin erweisen sich Neugier und Zweifel als bemerkenswert loyal: Erstere hält mich in Bewegung, Letzterer sorgt dafür, dass ich immer wieder die Richtung überprüfe. Das meiste, was in der Kunst passiert, scheint sich irgendwo zwischen diesen beiden Polen abzuspielen.


Lilith Hakobyan
Choreografin und Tänzerin
Aus dem Englischen von Marc Staudacher

Ruhe
Als ich zum ersten Mal über «Kompliz*innen» nachdachte, dachte ich sofort an Menschen. Aber dann wurde mir klar, dass einige der Dinge, die mir am meisten helfen, gar nicht immer Menschen sind. Eine meiner größten Komplizinnen ist die Ruhe.

Während meiner Kindheit hat meine Familie mich immer daran erinnert, dass Ruhe nicht Faulheit ist. Sie ist notwendig. Als Tänzerin ist es leicht, das Gefühl zu haben, man müsse immer mehr tun, mehr trainieren, härter pushen. Es gibt immer etwas zu verbessern, ein weiteres Ziel zu erreichen oder eine neue Herausforderung, die auf uns wartet. Deshalb habe ich gelernt, dass manchmal das Produktivste, was ich tun kann, ist, innezuhalten, mich zu erholen und mir Raum zum Atmen zu geben.

Ich ...

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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Komplizen, Seite 40
von

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