The teacher: Sean Feldman
Sie sind Tänzer und Choreograf aus Wales, Sie huschen leichtfüßig durchs Studio, beginnen Ihr Training mit keltischen Melodien, gefolgt von arabischen Liedern und erinnern manchmal an Marcel Marceau. Trotz Ihrer knappen, schelmischen Anweisungen wirken Sie zurückhaltend und bescheiden. Liegt das eventuell an Ihrer Atemtechnik, denn immer wieder heißt es bei Ihnen «Release, suspend, flow your tail, take a deep breath», und dann wollen Sie, dass wir uns wie Seealgen bewegen.
Woher kommt das?
Vielleicht stammt es noch aus der Zeit, als ich, bis 1998, mit der Siobhan Davis Company arbeitete. Da machten wir eine Menge somatische Tanzarbeit, es ging um Körperbewusstsein, Feldenkrais und Yoga. Während dieser Zeit habe ich den Schwerpunkt auf die Rolle des Atems gesetzt, denn das Potenzial der Bewegung, das man durch Atmung erlangen kann, ist erstaunlich, nicht nur als Tänzer. Der Atem hilft wirklich, das Gefühl für Bewegungen wachzurütteln. Wir machten Graham-Technik, auch da ist viel vom Atmen die Rede. Das hatte großen Einfluss auf mich.
Und heute?
Heute, glaube ich, beeinflusst mich Janet Smith, mit der ich viel am Scottish Dance Theatre in Dundee unterrichte, auch an der ...
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