Tanzen statt Schulen

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Wer zählt noch all die vom Bundesverband «Tanz in Schulen» ins Leben gerufenen Initiativen, die unsere Schüler mit Tanz vertraut machen wollen? Man muss sie ab und zu bündeln: Zehn Schulen aus NRW präsentieren jetzt ihre Tänze unter dem Titel «180° Drehung» am 6. Dez. im Mülheimer Ringlokschuppen und am 11., 12. Dez. in der Sporthochschule Köln. In Hannover hat sich nun die Kompanie von Hans Fredeweß der Bewegung angeschlossen. Er findet, statt Tanzpädagogik soll in den Schulen eine richtige Kunstvermittlung Einzug halten.

Heißt: Kunst sei gut und spannend, Erziehung dagegen nicht.
Ein Satz, der die beleidigte Schulpädagogik nachdenken lässt. Wie begegnet man mangelnder Aufmerksamkeit, Lernunlust und wenig authentischem Lehrstoff? Die Autoren des von Anja Kraus herausgegebenen Bands «Körperlichkeit in der Schule» (athena-verlag.de) sagen: Tanz ist kein Heilmittel, solange die Pädagogik den Körper einfach in den Sport- oder Tanzunterrricht abschiebt. Vorschlag der Autoren: Alle Stoffe des Unterrichts sollten körperlich vemittelt werden. Mit lauter Stimme, mit sprechenden Händen, mit tanzenden Füßen. Weg vom dualen Denken «Sport oder Tanz», «Musikinstrument oder Computer». Menschen ...

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Service, Seite 70
von

Vergriffen
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Benoît Lachambre, Louise Lecavalier: «Is You Me»

Schluss mit dem Individuum. Die Grenze zwischen You und Me verschwindet. Das Eigene ist sowieso kaum zu erkennen. Dieses Stück von und mit Benoît Lachambre und Louise Lecavalier ist fast ein Puppentheater. Die Bühne: ein rampenartiger Klotz mit kleinem Bewegungsfeld. Rechts und links hantieren die Mitkreatoren, der Musiker Hahn Rowe und der Licht- und Bildkünstler...

Zurück auf Null

Jetzt mal ganz grundsätzlich: Was will die Tanzkunst eigentlich sagen? Ist da nicht mitunter ein Brabbeln und Lallen am Werk? Dramaturgische Patschehändchen und zahnlose Mäulchen? Beglücktes Juchzen über Minieffekte und mittleres Geschrei, um Aufmerksamkeit zu kriegen? Mund auf, Augen zu, Hoppe Hoppe Reiter. Und bloß nicht den Schnuller vergessen!

Wenn Choreografen...

Eine geniale Idee

Joint Adventures in München riefen auf, in nur 60 Sekunden, im Format des Werbeclips, ein «Choreographic Capture» zu filmen. Derzeit zeigen viele Kinos die Gewinner in ihrem Reklameblock. Man sieht den 1. Preis: Anna Dubrovkas «Rush». Ein paar Männer toben im Büro, wie von Lloyd Newson mit seiner DV8 in den 1980ern gefilmt. 2. Preis: Philippe Saire zeigt  einen...